Letztes Update am Mi, 16.01.2019 13:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Brexit - Wienerberger-Chef: Unsichere Lage nur verlängert



Wien (APA) - Großbritannien ist der größte Einzelmarkt des weltgrößten Ziegelherstellers Wienerberger. Doch unabhängig davon, wie der EU-Ausstieg der Briten nun abläuft, erwartet CEO Heimo Scheuch keine gröberen Auswirkungen auf sein Geschäft. „Das negative Votum zum Brexit-Vertrag verlängert die unsichere Lage der letzten Monate nur“, sagte er am Mittwoch zur APA.

Der österreichische Konzern hat sich längst den Angaben zufolge auf alle möglichen Brexit-Varianten eingestellt: „Wir haben uns schon seit langem auf jedes mögliche Szenario vorbereitet, haben Aktionspläne in der Schublade und können diese jederzeit ausrollen und umsetzen“, so Scheuch. „Es obliegt aber nun ganz klar der Politik eine klare Linie zu finden und eine zukunftsfähige Entscheidung zu treffen.“

Wienerberger erwirtschaftet im Vereinigten Königreich mit mehr als 1.200 Mitarbeitern rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Konzern produziere in England an 14 Standorten lokal und verkaufe lokal. Einige Produkte importiere Wienerberger aus Belgien und den Niederlanden nach England, erklärte der Firmenchef. „Wenn es keine gröberen Auswirkungen durch Zölle oder Handelsbeschränkungen gibt und es zu keinen logistischen Engpässen kommt, dann sehe ich kein größeres Problem.“

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