Letztes Update am Sa, 19.01.2019 00:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping: IOC verlor Berufung gegen Urteil in Affäre um Russen



Lausanne (APA/dpa) - Das Internationale Olympische Komitee hat die Berufung beim Schweizer Bundesgericht gegen eines der CAS-Urteile in der Staatsdoping-Affäre um russische Wintersportler verloren. Dies teilte das IOC am Freitag mit. Man sei sehr enttäuscht über das Urteil, hieß es in der Mitteilung.

Das IOC hatte gegen den Freispruch des russischen Langlauf-Olympiasiegers Alexander Legkow durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS vom 1. Februar beim Schweizer Bundesgericht Protest eingelegt. Legkow stand exemplarisch für insgesamt 28 russische Wintersportler, die vom IOC lebenslang gesperrt und deren Medaillen aberkannt worden waren. Der CAS hatte seinerzeit nur elf IOC-Entscheidungen gegen russische Sportler bestätigt, die an den Olympischen Winterspielen in Sotschi teilgenommen hatten.

Vor allem die CAS-Begründung war für das IOC eine schwere Niederlage gewesen. Der Sportjuristen hatten die Sperren aus Mangel an Beweisen gekippt. Dem CAS erschien zu dürftig, was das IOC zusammengetragen hatte, bevor die russischen Wintersportler von künftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen hatte, weil die Athleten bei den Heim-Spielen in Sotschi 2014 von organisierten Manipulationen profitiert haben sollen.

Die Gründe für die Entscheidung, den IOC-Einspruch zurückzuweisen, wurden noch nicht bekannt gegeben. Da die Fälle ähnlich sind, will das IOC in den verbleibenden 27 Fällen zunächst keine Rechtsmittel einlegen. „Das IOC behält sich jedoch das Recht vor, diese Fälle erneut zu eröffnen, falls neue Beweise vorliegen“, hieß es in der Mitteilung.




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