Letztes Update am Sa, 19.01.2019 13:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Dutzende Islamisten-Kämpfer bei Angriff in Somalia getötet



Mogadischu (APA/dpa) - Bei einem Angriff auf einen Stützpunkt des somalischen Militärs sind Dutzende Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab getötet worden. Der Innenminister der südlichen Provinz Jubaland, Abdirashid Hassan Abdinur, sagte dem staatlichen Rundfunk am Samstag, mindestens 73 Angreifer seien getötet worden.

Ein ranghoher General erklärte, bei dem Angriff seien auch sieben somalische Soldaten ums Leben gekommen. Zunächst war von 19 Toten berichtet worden.

Die Attacke am Samstagmorgen begann General Ali Mohamed Mohamud zufolge mit der Detonation einer Autobombe an einem Eingang zum südlichen Stützpunkt Bar-Sanguni, der rund 50 km nördlich der Hafenstadt Kismayo liegt. Es folgten intensive Feuergefechte. Al-Shabaab erklärte in einer Radiobotschaft, die Angreifer hätten 15 Soldaten getötet und militärische Ausrüstung erbeutet. Zu eigenen Verlusten machten die Extremisten keinen Angaben. Die widersprüchlichen Informationen zur Zahl der Opfer konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Die äthiopischen Streitkräfte, die sich an einer rund 20.000 Mann starken internationalen Friedenstruppe in Somalia beteiligen, erklärten am Samstag, ein Militärkonvoi sei am Vortag von Kämpfern der Al-Shabaab angegriffen worden. Das Militär machte keine Angaben zu möglichen Opfern des Zwischenfalls. Al-Shabaab hatte nach dem Gefecht in der Nähe des Ortes Burhakaba von 57 Toten gesprochen.

Die Terrormiliz kämpft um die Vorherrschaft in dem verarmten Land am Horn von Afrika und kontrolliert vor allem im Süden des Staates weite Gebiete. Anfang der Woche verübte die Terrorgruppe auch einen Anschlag auf ein Luxushotel in Nairobi, der Hauptstadt des Nachbarlandes Kenia. Dabei wurden mehr als 20 Menschen getötet.




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