Letztes Update am Fr, 19.04.2019 05:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Foodora verschmilzt mit Mjam - KV-Verhandlungen der Branche laufen



Wien (APA) - Die Verschmelzung der Essenlieferservices Foodora und Mjam ist im Gange. Die Fahrer wurden bereits mit neuem Equipment ausgestattet und sind nun statt in pink in grün und unter dem Namen „MjamPlus“ unterwegs. „MjamPlus ist sozusagen eine Submarke von Mjam und liefert für alle Restaurants, die über keinen eigenen Lieferservice verfügen“, sagte Mjam-Chef Artur Schreiber zur APA.

Der Umstellungsprozess erfolgte schleichend und zog sich von Mitte März beginnend über rund zwei Wochen. Den Job verlor dabei niemand. Laut Schreiber wurden alle Foodora-Fahrer zu Mjam geholt, eine Neubewerbung war dafür nicht nötig.

Die Bestellungen erfolgen aber nach wie vor über die pinke Foodora-Homepage. Diese wird es auch noch länger geben. Denn so Schreiber: „Würden wir die Foodora-Webseite morgen abstellen, würde das eventuell den Umsatz für unsere Restaurantkunden belasten.“ Mjam sei daher bei der Umstellung sehr vorsichtig und wolle die Bestellkunden nur langsam auf Mjam umgewöhnen. Ein genaues Datum, wann die beiden Bestellseiten zusammengeführt werden, gebe es dementsprechend noch nicht, so Schreiber.

Die KV-Verhandlungen in der Zusteller-Branche sind ebenfalls bereits angelaufen. Vor etwa zwei Wochen habe das erste Treffen stattgefunden, sagte Schreiber. Es werde wahrscheinlich noch mehrere Treffen zwischen Arbeitgebern und -nehmern dafür brauchen, Schreiber rechnet aber damit, dass eine Lösung gefunden werden wird.

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Die Arbeitssituation von Fahrradzustellern ist oft ungeordnet und variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Ein Kollektivvertrag soll Abhilfe schaffen und die Beschäftigen „aus dem Prekariat in die soziale Absicherung“ holen, sagte Karl Delfs, Bundessekretär für den Bereich Straße in der Gewerkschaft vida, im Februar zur APA. Bei Foodora und Mjam sind die Fahrrad-Zusteller laut Unternehmenschef Schreiber entweder freie Dienstnehmer oder fest angestellt. Anders war das beim Konkurrenten Ubereats, der sich im März aus Österreich zurückgezogen hat. Dort waren die Zusteller selbstständig.




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