Letztes Update am So, 21.04.2019 10:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wald- und Flurbrände hielten in OÖ Feuerwehren auf Trab



Thalheim/Munderfing/Weißenbach am Attersee (APA) - In Oberösterreich haben am Samstag mehrere Wald- und Wiesenbrände die Feuerwehren auf Trab gehalten. Wie hoch die Gefahr von Feuern wegen der trockenen Bedingungen derzeit ist, zeigten zunächst der Brand einer Christbaumkultur in Thalheim bei Wels und ein Waldbrand bei Munderfing (Bezirk Braunau). Am späten Abend brachen schließlich im Weißenbachtal am Attersee mehrere kleine Feuer aus.

Bei dem Brand in Thalheim war am Nachmittag ein mehrere Hundert Quadratmeter großer Christbaumwald betroffen. Die Ursache für das Feuer war zunächst noch unbekannt, die Flammen breiteten sich jedoch rasch aus. Trotz des schnellen Einsatz der Feuerwehr wurde der Baumbestand weitgehend zerstört. Ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Waldstück konnte von den Einsatzkräften aber verhindert werden.

Auch in Munderfing haben am Samstagnachmittag rund 350 Quadratmeter Hochwald gebrannt. Ein Feuerwehrmann hatte das Feuer allerdings frühzeitig bemerkt und seine Kollegen informiert. Ein Großaufgebot von sieben Freiwilligen Feuerwehren war rasch am Brandort und konnte ein größeres Ausbreiten der Flammen verhindern. „Eine Viertelstunde später entdeckt, wären das wahrscheinlich mehrere tausend Quadratmeter gewesen“, sagte Josef Maderegger, der Abschnitts-Feuerwehrkommandant von Mattighofen gegenüber dem ORF Oberösterreich.

Für die Feuerwehr Munderfing war es am Karsamstag übrigens nicht der einzige Einsatz: Kurz nach Mittag hatte in der Gemeinde ein 19-jähriger Mann am Gelände einer Firma Kartonagen verbrannt. Als das Feuer zu groß wurde, versuchte der Mann die Flammen noch selber zu löschen. Durch den Wind wurden jedoch Reste der verkohlten Kartonagen unter mehrere in der Nähe abgestellten Schrottfahrzeuge geweht. Darauf fingen fünf Karosserien zu brennen an. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen.

Am späten Samstagabend haben schließlich zwei Autofahrer im Weißenbachtal zwischen Attersee und Bad Ischl mehrere Brandstellen entlang der dortigen Landesstraße entdeckt. Sie alarmierten die Feuerwehr und begannen die Flammen mit den Handfeuerlöschern aus ihren Autos zu löschen. Damit konnten sie ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzende Waldgebiet verhindern.

Insgesamt 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Bad Ischl, Mitterweißenbach und Steinbach am Attersee konnten schließlich fünf kleinere Brandnester löschen. Nachdem die Brände teilweise ins Erdreich eingedrungen waren, musste die Erde mittels Krampen aufgelockert werden und entsprechend bewässert werden. Was die Feuer ausgelöst hat, stand zunächst nicht fest.




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