Letztes Update am Di, 14.05.2019 11:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mordfall in Brandenburg angeblich mit Kotor-Mafia verknüpft



Brandenburg/Podgorica/Kotor (APA) - Ein Gewaltverbrechen mit zwei Toten im norddeutschen Bundesland Brandenburg soll mit den Umtrieben der Mafia in der Adria-Küstenstadt Kotor zusammenhängen. Das berichteten montenegrinische Medien unter Berufung auf inoffizielle Polizeiquellen in Podgorica. Der Fund der Männerleichen in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst vom Montag gehe auf eine Abrechnung unter Mafia-Mitgliedern zurück.

Nach deutschen Behördenangaben wurden die beiden Männer Opfer eines Gewaltverbrechens. Weitere Details wurden aus ermittlungstaktischen Gründen von der Polizei in Forst vorerst nicht mitgeteilt, berichtete das Internetportal der „Berliner Zeitung“. Auch zur Identität der Toten gab es am Dienstag zunächst keine Angaben.

Medien in Podgorica berichteten, dass die montenegrinische Polizei den Mordfall von Forst dem „Krieg“ unter den Angehörigen des Skaljari- und des Kavac-Clans aus Kotor zuschrieben würde, der seit 2014 tobt. Laut der Zeitung „Vijesti“ und dem Internetportal „Analitika“ stammte einer der Toten aus der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica, der andere aus der Küstenstadt Bar. Beide hätten zu einem Zweig des Skaljari-Clans in Bar gehört.

Von den montenegrinischen Behörden wurde die Identität der Toten bisher nicht offiziell bestätigt. Laut dem Bericht der Zeitung kamen bei dem Angriff zwei weitere Personen, ebenfalls Staatsbürger Montenegros, mit Verletzungen davon.

Die blutigen Abrechnungen unter Angehörigen der Kotor-Mafia halten seit 2014 an. Damals soll eine Bande der anderen Gruppierung rund 200 Kilogramm Kokain gestohlen haben, das in einer Wohnung im spanischen Valencia gebunkert gewesen war. Dort gab es auch die ersten Mordanschläge. Am 21. Dezember 2018 wurde vor einem Wiener Innenstadtlokal Vladimir R. (32), ein Angehöriger des Kavac-Clans, erschossen. Ein weiteres Mitglied desselben Clans wurde damals schwer verletzt.




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