Letztes Update am Di, 21.05.2019 03:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oberster Gerichtshof der USA bestätigt Jagdrecht für Ureinwohner



Washington (APA/AFP) - Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat die Jagdrechte amerikanischer Ureinwohner gestärkt. Fünf der neun Richter stimmten am Montag dafür, dass die in einem Vertrag aus dem Jahr 1868 gewährten Jagdrechte für die Mitglieder des Absarokee-Volkes auch heute noch gelten.

In dem Fall ging es um Clayvin Herrera, der 2014 außerhalb der Jagdsaison und ohne Jagderlaubnis im Staatsforst Bighorn im US-Bundesstaat Wyoming zusammen mit anderen Absarokee-Mitgliedern einen Elch erlegt hatte.

Das Reservat der Absarokee befindet sich im Nachbarstaat Montana. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, dass die Jagdrechte des Absarokee-Volkes erloschen sind, seitdem Wyoming 1890 zu einem US-Bundesstaat wurde. Gerichte in Wyoming folgten dieser Argumentation.

Herreras Anwälte hingegen machten geltend, dass das im Vertrag von Fort Laramie gewährte Jagdrecht für beide Bundesstaaten gelte. Der Oberste Gerichtshof in Washington gab den Anwälten recht, dabei kam die entscheidende Stimme vom erzkonservativen Richter Neil Gorsuch, der sich auf die Seite seiner liberalen Kollegen schlug.

Gorsuch kommt als einziger Richter des Supreme Court aus einem westlichen US-Bundesstaat und hat sich bereits in der Vergangenheit wohlgesonnen gegenüber den Rechten amerikanischer Ureinwohner gezeigt.




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