Letztes Update am Fr, 24.05.2019 02:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ibiza-Video - Gauland: Video hätte nicht veröffentlicht werden sollen



Berlin/Wien (APA/dpa) - Der deutsche AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat das folgenschwere Strache-Video als „kriminelle Machenschaft“ bezeichnet und die Veröffentlichung des heimlichen Mitschnitts kritisiert. „Das Video hätte man nicht veröffentlichen müssen“, sagte Gauland am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner“ über das Video, das letztlich zum Rücktritt von FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache führte. „Die Art, wie man hier einen Menschen vorgeführt hat, geht über das politische, öffentliche Interesse hinaus.“

Aus Gaulands Sicht hätten die Erkenntnisse aus dem Video, in dem Strache mit einer vermeintlichen russischen Investorin über Möglichkeiten der Zusammenarbeit redet, auch diskreter genutzt werden können: „Man hätte das, was an politischen Informationen in dem Video drin ist, veröffentlichen können und das Video als Beleg dafür, dass das die Wahrheit ist, aufheben können.“ Trotz der Video-Affäre, die einen Bruch der Regierung in Wien zur Folge hatte, will Gauland an der Partnerschaft mit der österreichischen Schwesterpartei festhalten. „Ich kann doch nicht das Fehlverhalten eines Menschen der Partei anlasten.“




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