Letztes Update am So, 30.06.2019 06:32

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Treffen von Trump mit Kim findet statt



US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un werden einander am Sonntag an der innerkoreanischen Grenze treffen. Das gab Südkoreas Präsident Moon Jae-in in Seoul bekannt. Trump hatte das Treffen nach dem G-20-Gipfel in Osaka vorgeschlagen und von einer spontanen Idee gesprochen.

„Mir wurde gesagt, dass Kim Jong-un sich (mit mir) treffen möchte“, sagte Trump am Sonntag bei formellen Gesprächen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in in Seoul. Beide Seiten seien dabei, die Details für ein „sehr kurzes Treffen“ auszuarbeiten. Vor dem Ausflug an die demilitarisierte Zone (DMZ) an der innerkoreanischen Grenze beriet sich Trump zunächst mit Moon über das weitere Vorgehen im Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm.

Moon, der Trump an die DMZ begleiten wollte, begrüßte die Pläne für ein kurzes Treffen mit Kim als Ereignis von hoher Symbolkraft. Ein Treffen zwischen Trump und Kim wäre ein „bedeutender Meilenstein“, sagte Moon zum Auftakt seiner Gespräche mit Trump. Er könne fühlen, „dass die Blume des Friedens auf der koreanischen Halbinsel“ blühe.

Trump hatte Kim am Samstag von Osaka aus angeblich spontan über Twitter zu einem kurzen Treffen an der DMZ eingeladen. Die nordkoreanische Seite hatte den Vorschlag als „interessant“ bezeichnet. Die DMZ trennt Süd- und Nordkorea seit ihrem Bruderkrieg (1950-53) auf vier Kilometern Breite und etwa 250 Kilometern Länge.

Trump und Moon wollten Angaben des Weißen Hauses zufolge ihre Anstrengungen fortsetzen, eine vollkommen überprüfbare atomare Abrüstung Nordkoreas zu erreichen. Außerdem sollen die Beziehungen zwischen den USA und Südkorea gestärkt werden.

Seit dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim Jong-un im Februar in Vietnam gibt es keine Fortschritte im Atomstreit mit Nordkorea. Beide Seiten konnten in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Pjöngjangs und Gegenleistungen der USA keine Einigung erzielen. Von ihrem ersten Gipfel in Singapur im Jahr 2018 waren hoffnungsvolle Signale ausgegangen. Kim hatte seine Bereitschaft zu einer „kompletten Denuklearisierung“ bekräftigt. Doch gibt es bisher keine konkreten Zusagen, bis wann die kommunistische Führung in Pjöngjang ihr Atomwaffenarsenal abrüsten will.




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