Letztes Update am Sa, 20.07.2019 01:22

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


London droht Iran wegen aufgebrachtem Tanker



Großbritanniens Regierung hat dem Iran mit „ernsten Konsequenzen“ gedroht, sollte das Land einen in der Straße von Hormuz aufgebrachten britischen Tanker nicht bald freigeben.

„Wir sind absolut deutlich, dass es sehr ernste Konsequenzen geben wird, wenn diese Situation nicht schnell gelöst wird“, sagte Außenminister Jeremy Hunt dem britischen Nachrichtensender SkyNews am Freitagabend. Militärische Optionen würden nicht erwogen. „Wir halten nach einem diplomatischen Weg Ausschau, um diese Situation zu lösen.“

Er habe mit US-Außenminister Mike Pompeo über die Situation gesprochen, fuhr Hunt fort. Versuche, mit dem iranischen Außenminister Mohammed Jawad Zarif zu telefonieren, seien zunächst nicht erfolgreich gewesen.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben Aufklärungsflugzeuge im Einsatz, um die Lage in dem Seegebiet zu beobachten. Die Flugzeuge operierten im internationalen Luftraum, erklärte ein Sprecher des US-Zentralkommandos Centcom am Freitagabend (Ortszeit). Man stehe zudem in Kontakt mit US-Schiffen in der Gegend, um deren Sicherheit zu garantieren.

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Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten zuvor mitgeteilt, den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker „Stena Impero“ in der Straße von Hormuz gestoppt zu haben. Der Tanker habe internationale Vorschriften nicht beachtet, teilten die Revolutionsgarden mit. Kurz darauf wurde auch der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker „Mesdar“ des britischen Unternehmens Norbulk Shipping UK in Richtung Iran abgedrängt. Inzwischen sei die „Mesdar“ aber wieder freigegeben worden, teilte das Unternehmen in der Nacht mit.

Mitten in der Eskalation der Spannungen zwischen dem Iran und den USA hat der Saudische König Salman der Stationierung von US-Truppen in seinem Königreich zugestimmt. Die Entscheidung habe zum Ziel, „die Zusammenarbeit zur Verteidigung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu verstärken und den Frieden zu bewahren“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur SPA einen Vertreter des Verteidigungsministeriums.




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