Letztes Update am Mo, 26.08.2019 05:41

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sieben Tote bei Flugunglück auf Mallorca



TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers und eines Ultraleichtflugzeugs über Mallorca sind am Sonntag sieben Menschen getötet worden: Eine vierköpfige Familie aus Deutschland, zwei Spanier und ein Italiener. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der spanischen Behörden über der Gemeinde Inca im Zentrum der Urlauberinsel, beide Maschinen stürzten auf unbewohntes Gebiet. „Es gab keine Überlebenden.“

An Bord des motorisierten Ultraleichtflugzeugs befanden sich ein Mann aus Valencia und ein spanischer Freund, so der Sender RTVE. In dem Hubschrauber saßen der italienische Pilot sowie ein deutsches Paar mit seinen beiden Söhnen, wie eine Sprecherin der Guardia Civil der Nachrichtenagentur AFP sagte. Laut Zeitungsberichten wollte die Familie einen Hubschrauber-Ausflug über Mallorca machen. Nach Angaben der Polizei war der Hubschrauber in Deutschland gemeldet.

Beide Fluggeräte gingen in Flammen auf. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar. Der Zivilschutz leitete eine Ermittlung ein. Die Regionalregierung der Balearen rief wegen des Unglücks eine dreitägige offizielle Trauerperiode aus.

Die deutsche Firma Rotorflug Helicopters bestätigte den tödlichen Absturz eines ihrer Hubschrauber. „Die Unfallursache ist noch völlig unklar“, erklärte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main in einer Pressemitteilung. „Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits durch die Rotorflug informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf.“

In Spanien seien „die örtlichen Behörden eingeschaltet und haben die Unfallstelle abgesperrt“, hieß es von der hessischen Luftfahrt-Firma. Rotorflug bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an - auf drei Routen von 15 bis 30 Minuten für 87 bis 167 Euro.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: „Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls.“ Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: „Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern.“ Es habe oberste Priorität, zunächst die Toten zu identifizieren und ihren Angehörigen beizustehen. Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.

Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca, wie Sebastià Oriol, Dezernent für Sicherheit der Gemeinde Inca, dem Lokalsender IB3 sagte. Nahe liegende Häuser seien nicht getroffen worden, schrieb die Zeitung „Ultima Hora“.

Unter den Bewohnern der Region herrsche Bestürzung, berichtete das „Diario de Mallorca“. Ein Mann berichtete von einem „schrecklichen Knall“. Augenzeugen seien mit eigenem Gerät zur Unglücksstelle gelaufen und hätten begonnen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen. Zur Unfallstelle geeilte Ärzteteams hätten aber nichts mehr für die Verunglückten tun können.




Kommentieren