Letztes Update am Mi, 02.02.2011 15:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Computer von Lebenshilfe beschlagnahmt

Im Zusammenhang mit Ermittlungen hat die Kriminalpolizei bei einer freiwilligen Einschau in der Lebenshilfe die Festplatte eines Mitarbeiters beschlagnahmt.



Von Peter Nindler

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Innsbruck – Während die vom Lebenshilfe-Vorstand eingesetzte Expertenkommission diese Woche ihre Arbeit aufnimmt, hat die Staatsanwaltschaft von sich aus Ermittlungen eingeleitet. Dabei geht es auch um den Verdacht des Herunterladens von kinderpornografischem Material. Gegenüber der TT bestätigte die designierte Lebenshilfe-Präsidentin Gerhild Murauer, „dass die Polizei den Computer eines Mitarbeiters durchsucht hat“. Sie selbst sei über diesen Vorgang selbst überrascht gewesen, habe aber keine Minute gezögert, „die freiwillige Einschau zu ermöglichen“. Die Festplatte sei von den Exekutivbeamten mitgenommen worden, fügt Murauer hinzu.

Die Ermittlungen der Exe­kutive dürften im Zusammenhang mit einem Vorfall vor fünf Jahren stehen. Damals wurden bei der Neuaufsetzung eines Computers von der EDV-Abteilung der Lebenshilfe nicht zuordenbare grafische Dateien entdeckt. Die Lebenshilfe hatte die Festplatte an die Polizei Innsbruck übergeben, laut Aussagen der Lebenshilfe sei allerdings kein verdächtiges Material auf dem Computer gefunden worden.

Unabhängig von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft setzt Gerhild Murauer­ auf die Aufklärungsarbeit der Expertenkommission. Diese steckte gestern ihr Arbeitsprogramm ab. „Ich hoffe, dass die Kommission Licht in die ganze Sache bringt.“ Transparenz sei oberstes Gebot, deshalb wurden auch alle Mitarbeiter der Lebenshilfe gebeten, bei Befragungen unvoreingenommen Auskunft zu geben.

Für Gerüchte in der Lebenshilfe sorgt indessen der Urlaubsantritt eines hochrangigen Mitarbeiters. „Das hat aber nichts mit der momentanen Situation zu tun, sondern er muss Urlaub abbauen“, tritt Murauer möglichen Spekulationen entgegen.




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