Letztes Update am Mo, 04.02.2013 16:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Daxauer will an die Spitze



Von Wolfgang Otter

Niederndorferberg – Nach dem Rücktritt von Wolfgang Baumgartner sind nun am Sonntag, 24. Februar, die Niederndorferberger aufgerufen, eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister zu wählen. Und dabei wird es in der kleinen knapp 650 Einwohner zählenden Gemeinde eine absolute Premiere geben: Mit Elisabeth Daxauer bewirbt sich eine Frau um das höchste Amt in der Gemeinde.

Die 45-jährige Landwirtin und Mutter von drei Kindern war bereits vor drei Jahren eine Vorreiterin in Sachen Frau und Politik in Niederndorferberg. Sie gründete die Gemeinschaftsliste der Frauen Niederndorferberg und holte mit ihren 14 Mitstreiterinnen mit knapp zehn Prozent der abgegebenen Stimmen bei den Kommunalwahlen 2010 ein Mandat und sitzt seither als eine von drei Frauen im elfköpfigen Gemeinderat.

Daxauer ist übrigens auch die Kandidatin der Neuen Berger Liste (Ndfb) und der Freiheitlichen und Parteifreien Liste Niederndorferberg. Die Ndfb schaffte 2010 knapp 15 Prozent und zwei Mandate und ist damit die zweitstärkste Gruppe, die FPÖ holte ebenfalls knapp zehn Prozent und ein Mandat. Weiters sind im Gemeinderat die Aktive Liste Niederndorferberg (ALN), die auch bisher den Bürgermeister stellte, mit sechs Mandaten und die Niederndorferberger Liste (NBL) mit einem Mandat vertreten.

Daxauer möchte gerne die Wogen, die sich vor und nach dem Rücktritt des Bürgermeisters aufgetürmt haben, wieder beruhigen. „Wichtig ist, dass wir wieder miteinander arbeiten und reden können. Ich würde mich als Bürgermeisterin für alle verstehen“, betont die 45-Jährige. Mit ihrer Kandidatur will sie auch den Stellenwert der Frau in der Gemeinde mehr Geltung geben. Als eine große Aufgabe bezeichnet sie den Umbau und Zubau an den Kindergarten.

Daxauer zur TT: „Ich hoffe, es wird ein fairer und sachlicher Wahlkampf.“




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