Letztes Update am Do, 10.12.2015 13:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit und Erwerbstätige im dritten Quartal auf Rekordhoch

Im Fünf-Jahres-Rückblick orten die Statistiker „starke Umstrukturierungen am Arbeitsmarkt“.

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© APA/HERBERT PFARRHOFER



Wien – Auch im dritten Quartal hat sich die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt nicht entspannt. Die Zahl der Arbeitslosen und Erwerbstätigen verharrt weiterhin auf einem Rekordhoch. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es bei den offenen Stellen, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,1 Prozent auf 72.200 zulegten.

Die Anzahl der Arbeitslosen nach internationaler Definition erhöhte sich im dritten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,8 Prozent auf 249.500. Die Arbeitslosenquote nach ILO-Konzept verblieb unverändert bei 5,6 Prozent, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.

Arbeitslos nach dem Statistikamt Eurostat (ILO-Definition) sind Personen, die während der Bezugswoche nicht erwerbstätig waren, aktiv einen Arbeitsplatz suchen und sofort oder innerhalb von 2 Wochen für eine Arbeitsaufnahme verfügbar sind.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Österreich im dritten Quartal um 50.200 Personen (plus 1,2 Prozent) auf 4,21 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es ein deutliches Plus bei Unselbstständigen (plus 61.200) sowie geringfügig mehr Selbstständige und ein Minus bei mithelfenden Familienangehörigen (minus 17.400).

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Die Teilzeitquote bei Männern erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent und bei Frauen ebenfalls um 0,4 Prozentpunkte auf 46,4 Prozent.

Im Fünf-Jahres-Rückblick orten die Statistiker „starke Umstrukturierungen am Arbeitsmarkt“. Seit dem dritten Quartal 2010 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Österreich um 135.100 gestiegen, davon waren 89.900 Frauen und 45.200 Männer.

In den letzten fünf Jahren ist laut Statistik Austria ein geringer Rückgang bei Vollzeit ( minus 9.200) festzustellen, der überwiegend Frauen betraf. Einen Abbau von Vollzeitstellen gab es nur bei Selbstständigen/Mithelfenden ( minus 24.600), bei Unselbstständigen wurde hingegen ein Plus von 15.400 Stellen verzeichnet. (APA)

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