Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 03.08.2018


Bezirk Landeck

AMS legt beste Statistik seit Jahren vor

Der Tourismusbezirk Landeck hat derzeit Vollbeschäftigung, der Konjunkturmotor läuft in allen Branchen rund. Zum Stichtag 31. Juli ging die Arbeitslosigkeit um 28,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

© APA/HERBERT NEUBAUER(Symbolfoto)



Landeck – Der Tourismusbezirk mit regelmäßig hoher saisonaler Arbeitslosigkeit (bis zu 20 Prozent im Oktober/November) lässt aufhorchen: Fast unglaubliche 28,6 Prozent ist die Arbeitslosigkeit zum Stichtag 31. Juli gegenüber dem Jahr 2017 geschrumpft. Bei den Frauen beträgt der Rückgang 24,5 Prozent, bei den Männern gar 33 Prozent.

„Der Konjunkturmotor läuft fast überall gut – im Tourismus, Handel und Verkehr sowie im Gewerbe“, resümierte Andreas Kopp, stellvertretender Leiter des AMS Landeck, am Donnerstag. Zum Vergleich: Österreichweit hat sich die Quote um 8 Prozent verbessert, in Tirol um 15,7 Prozent. „Landeck hat wahrscheinlich den besten Wert seit vielen Jahren erzielt“, kommentierte Kopp. Auch die Zahl der in Schulung befindlichen Personen ging zurück – um 24,6 Prozent gegenüber 2017.

In den AMS-Computern sind 545 Personen auf Jobsuche erfasst. Gleichzeitig gab es per 31. Juli 348 offene Stellen. „Auch bei den Älteren, bei den Ausländern und bei den Jugendlichen haben wir bessere Zahlen als im Vorjahr“, fasste Kopp zusammen. Kaum verändert habe sich in den vergangenen Monaten der Lehrstellenmarkt. Elf junge Leute suchten im Juli einen Ausbildungsplatz. Demgegenüber bot die Wirtschaft des Bezirkes 109 Lehrstellen an, 27 weniger als im Vorjahr.

Laut AMS sind im Bezirk rund 20.000 Personen unselbstständig beschäftigt. Bei aktuell 545 Arbeitslosen liegt die Arbeitslosenrate unter drei Prozent. „Nach gängiger Definition bedeutet das Vollbeschäftigung“, erläuterte der stellvertretende AMS-Leiter auf TT-Nachfrage.

Die positive Entwicklung kommt auch in einer Analyse der Arbeiterkammer Tirol zum Ausdruck: In einer Studie zum ersten Quartal 2018 wird ein Plus von 684 Beschäftigungsverhältnissen im Bezirk gegenüber 2017 dargestellt. Ein sensationeller Wert wird für die Frauen ausgewiesen: Nur 1,6 Prozent waren in diesem Zeitraum arbeitslos. Demgegenüber haben 6,4 Prozent der Männer im Erwerbsalter einen Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt. In Summe sank die Arbeitslosenrate auf 4,2 Prozent, ein Minus von 0,8 Prozent gegenüber 2017. Selbst die Trends in der Altersgruppe 50 plus fielen positiv aus: 13,8 Prozent weniger Arbeitslosigkeit bzw. 51 Personen weniger ohne Job. (hwe)