Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Bezirk Imst

35 Transitarbeitsplätze bleiben in Imst erhalten

Ein Schulterschluss zwischen Land Tirol und AMS ließ in Arzl im Pitztal ein neues Zuhause für die Naturwerkstatt Tirol entstehen.

© ParthChristian Jäger/Imst Tourismus, Andreas Gruber/Naturwerkstatt, Ulf Schmid/WK, Gunda Amprosi/AMS, Anton Kern/AMS, BM Anton Mattle/Galtür und Ines Bürgler/Land Tirol (v. l.) haben allen Grund, das neue Zuhause der Naturwerkstatt in Arzl im Pitztal zu feiern



Von Thomas Parth

Arzl i. P. – Am Anfang stand 2001 die Idee eines gemeinnützigen Beschäftigungsprojektes. Dieses sollte Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Unter der Trägerschaft von itworks, einer gemeinnützigen Personalservice- und Beratungs-GmbH, wird die Naturwerkstatt seit 2016 als „sozialökonomischer Betrieb“ über die Sommermonate geführt. Die hier Beschäftigten sanieren Berg- und Themenwege für Tourismusverbände, pflegen Ortsbild und Landschaft für Gemeinden, verbessern Weideland auf den Almen für Agrargemeinschaften oder helfen nach Katastrophenschäden beim Aufräumen.

Daran erinnerte BM Ton­i Mattle, der sich nach der Lawinenkatastrophe 1999 in seinem Heimatort Galtür hilfe­suchend an die Naturwerkstatt wandte: „Wenn man so will, sind wir einer der ältesten Projektpartner.“ Nach den Kürzungen beim AMS verkündete dessen Landesgeschäftsführer Anton Kern die frohe Botschaft, dass die 35 Transitarbeitsplätze im Oberland erhalten bleiben. „Zwölf Personen sind weiterhin in der Naturwerkstatt tätig, 18 Mitarbeiter in der ISSB­A sowie fünf in der Mens­a“, lobt Kern auch das Engagement des Landes Tirol. Ines Bürgler, Vorständin der Abteilung Gesellschaft und Arbeit, sah sich moralisch wie finanziell in die Pflicht genommen, die Kürzungen des Bundes abzumildern: „2018 war für uns eine Herausforderung. Das wird sich auch 2019 nicht ändern. Aber wir stellen uns dieser Herausforderung!“ Erst jetzt ist ein Ganzjahresbetrieb in der Naturwerkstatt möglich. „Bei uns gab es keinerlei Kürzungen, weshalb die Naturwerkstatt in Arzl im Pitztal ein neues Zuhause finden konnte“, freut sich Projektleiter Andreas Gruber.

Die neuen Räumlichkeiten wurden unter vielen Eigenleistungen für den Arbeitsbetrieb adaptiert und ausgebaut. Neben Lagerräumen für die Geräte des Sommerbetriebes war sogar Platz für ein Büro und eine – speziell im Winter nutzbare – Holz- und Tischlerwerkstatt.