Letztes Update am Do, 14.02.2019 10:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitsmarkt

EU einig über neue europäische Arbeitsbehörde „ELA“

Die neue Behörde soll Bürgern und Unternehmen die Möglichkeiten des EU-Binnenmarktes eröffnen. Strittig ist noch die Frage wo die ELA angesiedelt wird.

ELA soll die Zusammenarbeit unter den nationalen Behörden, darunter beim Kampf gegen Betrug und Missbrauch der Sozialsysteme, unterstützen.

© ELA soll die Zusammenarbeit unter den nationalen Behörden, darunter beim Kampf gegen Betrug und Missbrauch der Sozialsysteme, unterstützen.



Brüssel – Die EU-Staaten, das Europaparlament und die EU-Kommission haben sich auf die Errichtung einer Europäischen Arbeitsbehörde (ELA) geeinigt. Wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte, soll die Behörde eine faire Arbeitsmobilität innerhalb der EU fördern.

Die Behörde soll Bürgern und Unternehmen die Möglichkeiten des EU-Binnenmarktes eröffnen. Sie soll gleichzeitig die Zusammenarbeit unter den nationalen Behörden, darunter beim Kampf gegen Betrug und Missbrauch der Sozialsysteme, unterstützen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte die Einigung als „großen Schritt für unser Eintreten für ein „sozialeres Europa“.

Standort noch offen

Die Frage, wo die neue EU-Behörde ihren Sitz haben wird, ist indes noch nicht entschieden. Interesse haben die Slowakei mit Bratislava und Lettland gezeigt.

Evelyn Regner, Delegationsleiterin der SPÖ im Europaparlament plädierte vor kurzem für Wien und kritisierte den mangelnden Einsatz der Bundesregierung. Sie solle „endlich vollen Einsatz für den Standort Österreich zu zeigen, denn die Probleme, die Lohn-und Sozialdumping und der Mangel an Kontrolle verursachen, kennen wir in Österreich besonders gut“.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich offen, dass die im Dezember beschlossene neue EU-Arbeitsagentur in der Slowakei angesiedelt wird. „Wir wollen ja, dass die sogenannten neuen Mitgliedstaaten auch Agenturen bekommen“, sagte Merkel. Die östlichen Mitgliedstaaten fordern ihren Anteil an den Hauptsitzen von EU-Institutionen, die vor allem in den westlichen EU-Ländern zu finden sind. (TT, APA)