Letztes Update am Mi, 13.03.2019 13:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitsmarkt

Schwelle für Globalisierungsfonds wird niedriger

Die rEs stehen bis zu etwa 200 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. umänische EU-Ratspräsidentschaft will zum Verfahrensstand bei einer Reihe von Dossiers informieren.

Symbolfoto

© iStockSymbolfoto



Brüssel – Die EU-Sozialminister wollen am Freitag über niedrigere Schwellen und eine leichtere Inanspruchnahme des EU-Globalisierungsfonds (EGF) entscheiden. Hilfen aus dem Fonds sollen künftig bereits bei 250 entlassenen Arbeitern anstatt bisher 500 ausbezahlt werden. Außerdem sollen die Mittel in Zukunft auch für digitale Kompetenzen der Entlassenen genutzt werden.

Aus dem Topf stehen bis zu etwa 200 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung. Die EU-Kofinanzierung wird künftig im Fall Österreichs 55 Prozent anstatt bisher 60 Prozent betragen. Die Einigung der EU-Sozialminister ist nur teilweise, weil der Gloablisierungsfonds noch im Rahmen des nächsten EU-Finanzrahmens von 2021 bis 2027 beschlossen werden muss.

EU-Sozialminister beraten

Die EU-Sozialminister beraten auch über die EU-Sozialpolitik nach 2020 und über das Europäische Semester. Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) wird am Freitag zu dem EU-Ministerrat erwartet.

Die rumänische EU-Ratspräsidentschaft will auch noch zum Verfahrensstand bei einer Reihe von Dossiers informieren. Über den Sitz der neuen EU-Arbeitsbehörde (ELA) sollen die EU-Sozialminister am 13. Juni entscheiden, hieß es in Ratskreisen. Außerdem informiert der EU-Vorsitz zur Richtlinie über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie über die überarbeitete Verordnung zur Koordinierung der Sozialversicherungssysteme, die Österreich wegen zusätzlicher Arbeitslosenleistungen für Grenzgänger in dieser Form ablehnt. (APA)