Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.08.2019


Arbeitsmarkt

Tiroler Arbeitnehmer sind glücklich im Job

Laut EY-Jobstudie sind in Salzburg und Vorarlberg nur 42 Prozent mit ihrer Arbeit uneingeschränkt zufrieden.

Für einen attraktiven Job umziehen: Dazu wären 36 Prozent der Kärntner bereit. Kärnten ist damit das mobilste Bundesland.

© iStock/WattFür einen attraktiven Job umziehen: Dazu wären 36 Prozent der Kärntner bereit. Kärnten ist damit das mobilste Bundesland.



Wien – Arbeitnehmer in Tirol sind am zufriedensten – Niderösterreicher und Salzburger am motiviertesten: Das ist ein Ergebnis der Jobstudie im Auftrag der Beratungsorganisation EY, für die 1001 Arbeitnehmer in Österreich befragt wurden.

Demnach sind 54 Prozent der Tiroler mit ihrer eigenen Arbeit uneingeschränkt zufrieden. Am wenigsten zufrieden mit ihrem derzeitigen Job sind Arbeitnehmer aus Salzburg und Vorarlberg (je 42 Prozent). Bei der Arbeitsmotivation bewegen sich die Tiroler nur im Mittelfeld. Die Beschäftigten in Salzburg (36 Prozent) sind dafür besonders motiviert – größer ist die Motivation nur bei Arbeitnehmern in Niederösterreich (37 Prozent). In Kärnten gehen nur 23 Prozent der Beschäftigten hoch motiviert zur Arbeit.

Besonders stark ist die Verbundenheit mit dem eigenen Arbeitgeber derzeit bei fast jedem dritten Beschäftigten (32 Prozent) im Burgenland. In Vorarlberg fühlt sich hingegen nur jeder fünfte Beschäftigte (20 Prozent) sehr eng mit dem Arbeitgeber verbunden – in Wien und Tirol nur jeweils jeder vierte (24 Prozent). Auch in puncto Job-Mobilität gibt es große regionale Unterschiede: Im Fall eines attraktiven Jobangebots würden nur 20 Prozent der befragten Oberösterreicher ihr Bundesland verlassen, im Gegensatz dazu wären 36 Prozent der Arbeitnehmer in Kärnten offen für einen Umzug.

„Die Arbeitnehmer in Österreich sind grundsätzlich sehr zufrieden und motiviert. Dennoch gibt es einen Teil, der wechselwillig ist und in der derzeitigen konjunkturellen Hochphase relativ wenig Probleme haben wird, einen neuen Arbeitgeber zu finden“, analysiert Ingrid Rattinger, Managing Partner Talent bei EY Österreich. Unternehmen sollten deshalb „selbst aktiv dafür sorgen, dass die Mitarbeiter eine Perspektive in der Firma sehen“, empfiehlt Rattinger. Dazu zählen vor allem Aufstiegsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten für Eltern, Fort- und Weiterbildungsangebote sowie die Förderung von Frauen. (TT)

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