Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 15.11.2019


Innsbruck

„Boys‘ Day“: Berufswahl abseits von Rollenklischees

Kris Stoyanov (2. v. l.) schnupperte beim „Boys’ Day“ im Kindergarten Mitter­weg. StR Elisabeth Mayr (l.) und Barbara Schett (Referatsleiterin Pädagogische Bildung und Entwicklung) machten sich ein Bild.

© IKM/DullniggKris Stoyanov (2. v. l.) schnupperte beim „Boys’ Day“ im Kindergarten Mitter­weg. StR Elisabeth Mayr (l.) und Barbara Schett (Referatsleiterin Pädagogische Bildung und Entwicklung) machten sich ein Bild.



„Männeruntypische" Berufe in den Fokus zu rücken — das war das Ziel des zwölften „Boys' Day", der gestern — auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und mit Unterstützung des Bildungsminsteriums — über die Bühn­e ging. Der Aktionstag gibt Burschen im Alter von zwölf bis 16 Jahren die Möglichkeit, Berufsfelder zu erkunden, in denen meist mehr Frauen als Männer arbeiten.

Auch die Stadt Innsbruck beteiligte sich wieder an der Aktion und öffnete Kindergärten und Schülerhorte für interessierte junge Männer. „Besonders in der Kinderbetreuung ist es wichtig, männliche Mitarbeiter zu gewinnen, denn die strikte Trennung in so genannte Männer- bzw. Frauenberufe ist schon längst überholt", betont Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr. „Das ist auch gut so, denn sowohl für Mädchen wie für Buben sind männliche Bezugspersonen und gemischte pädagogische Teams ein Gewinn."

Auch heuer wurde der „Boys' Day" in Tirol in Zusammenarbeit mit der Männerberatung „Mannsbilder" durchgeführt. Die männlichen Jugendlichen, die sich für die verfügbaren Schnupper­plätze der Stadt Innsbruck angemeldet haben, nutzten die Möglichkeit, den Beruf des Kindergarte­n- bzw. Hortpädagogen persönlich zu erleben.

Derzeit sind 14 Männer in den neun städtischen Schülerhorten und zwölf in den städtischen Kindergärten beschäftigt. In drei Kindergärten sind zudem seit Neuestem Zivildiener im Einsatz und können auf diese Weise einen tieferen Einblick in die pädagogische Arbeit gewinnen. Insgesamt betreut die Stadt Innsbruck rund 2400 Kinder und Jugendliche, verteilt auf 39 Einrichtungen. (TT)




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