Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.07.2018


Markt

Banken erwarten Konkurrenz von Google und Co.

Die Chefs der heimischen Banken wollen die Geldhäuser zu Technologieunternehmen machen und rechnen künftig mit mehr Selbstbedienungsfilialen.

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Wien – Die Zahl der Bankfilialen und auch der Bankmitarbeiter ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Dieser Trend wird sich wohl weiter fortsetzen. Davon sind zumindest die Chefs der heimischen Banken laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG überzeugt. Demnach rechnen sie damit, dass bis zum Jahr 2030 die Personalkosten und die Anzahl der Filialen niedriger sein werden als heute. Die Mitarbeiter in der Bank der Zukunft werden sich immer mehr aus IT-Spezialisten, Datenanalysten und spezialisierten Kundenberatern zusammensetzen, sind sich die Banken-Chefs einig.

Aufgaben, die keine physische Präsenz eines Mitarbeiters oder persönliche Beratung benötigen, werden nach Ansicht der österreichischen Banken-Chefs automatisiert oder ausgelagert. Viele Filialen werden zu Selbstbedienungsstellen.

Zugleich rechnen die Banker damit, dass die Konkurrenz aus dem Technologiebereich von Konzernen wie Amazon, Google, Apple oder Facebook zunehmen werde. Die Banken seien angehalten, selbst zum Technologieunternehmen zu werden. Durch Kooperationen mit Fintechs, Regtechs und anderen Plattformen würden sie künftig agiler werden und schneller neue Services am Markt anbieten können. (TT)




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