Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.01.2019


Markt

Autoteile von heimischen Zulieferern für 24,4 Milliarden

Die österreichische Autozulieferindustrie konnte 2018 den Produktionswert um 6 Prozent auf 24,4 Mrd. Euro steigern.

Die Autozulieferer konnten auf 24,4 Mrd. Euro zulegen.

© APA/MARKUS LEODOLTERDie Autozulieferer konnten auf 24,4 Mrd. Euro zulegen.



Wien – Die österreichische Autozulieferindustrie konnte 2018 den Produktionswert um 6 Prozent auf 24,4 Mrd. Euro steigern. Die Zulieferindustrie, eine der wichtigsten Industrien des Landes mit über 80.000 Jobs, ist stark exportorientiert. Sorgen bereitet den Zulieferern die nachlassende Konjunktur in Deutschland, dem weitaus wichtigsten Exportmarkt. „Wir müssen hier ein Auge drauf haben“, so Herwig Schneider, Geschäftsführer des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI).

Weder der Brexit noch der Trend zur E-Mobilität bereiten den Unternehmen große Sorgen, vielmehr seien es die Steuerlast und der Fachkräftemangel. Als größte Veränderung sieht die Branche die Digitalisierung, Stichwort Industrie 4.0, meint Dietmar Schäfer, Vorsitzender der ­ARGE Automotive.

Dass sich die Tausenden heimischen Arbeiter in der Motoren- und Getriebeindustrie aufgrund des weit weniger komplexen Elektromotors (der vielfach auch kein Getriebe benötigt) Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssen, glauben Schneider und Schäfer nicht, den Dieselmotor werde es noch lange geben. Außerdem hänge die überwiegende Anzahl der Zulieferbetriebe „nicht am Antriebsstrang“. Ob die Margen auch mit den steigenden Umsätzen mithalten konnten, wollte Schäfer nicht verraten. Grundsätzlich seien diese aber in der sehr wettbewerbsintensiven Branche gering. Und auch wenn die Produktion zulegen konnte: „Wir waren schon mal besser“, so Schäfer. (APA)