Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 10.02.2019


Markt

„Sportveranstaltungen schaffen Arbeitsplätze“

Bei der Ski-WM in Aare und kurz vor der Nordischen WM in Seefeld diskutierten Wirtschafter mit Sportlern über den Sinn von Sportevents.

Anton Seeber (Leitner ropeways, 2. v. r.) mit (v. l.) Philipp Radel (CEO WWP Sportmarketing), Klaus Leistner (ÖSV-Generalsekretär), Sarah Lewis (FIS-Generalsekretärin), Mats Arjes (FIS-Vizepräsident, CEO Skistar) sowie Valerio Giacobbi (CEO Cortina 2021).

© Tirol WerbungAnton Seeber (Leitner ropeways, 2. v. r.) mit (v. l.) Philipp Radel (CEO WWP Sportmarketing), Klaus Leistner (ÖSV-Generalsekretär), Sarah Lewis (FIS-Generalsekretärin), Mats Arjes (FIS-Vizepräsident, CEO Skistar) sowie Valerio Giacobbi (CEO Cortina 2021).



Aare – Bereits in seiner Begrüßung brachte es Anton Seeber, Chef von Leitner ropeways, auf den Punkt: „Mit Aare, Seefeld und Cortina tragen drei europäische Wintersportdestinationen aktuel­l bzw. in naher Zukunft Weltmeisterschaften aus. Sportgroßveranstaltungen dieser Art haben eine enorme Bedeutung und schaffen nicht nur Wertschöpfung, sondern auch Arbeitsplätze und pushen die Infrastruktur. Deshalb ist es wichtig, dass wir die positiven Effekte hervorheben.“

Auch Sarah Lewis betont­e die Aspekte der Nachhaltigkeit, so habe etwa die FIS in ihrer Mission den Schutz der Natur und hohe Umweltstandards verankert. In Aare profitiere die ganze Region. Groß­ereignisse seien zudem Möglichkeiten, Menschen zusammenzuführen, das Volunteers-Programm in Aare umfasse 1500 Freiwillige. Gerade Aare sei das beste Beispiel für ein kleines Dorf, das erfolgreich geworden ist, bestätigte FIS-Vizepräsident Mats Årjes: „Mehr als 100 Weltcup-Rennen wurden hier bereits ausgetragen, es ist das erfolgreichste Dorf in Schweden hinsichtlich seines Wachstums. 300 Mio. Euro wurden innerhalb von fünf Jahren investiert, 5000 neue Hotelbetten geschaffen.“ Seit der Saison 2003/2004 seien die „Skier Days“ um 45 Prozent gewachsen.

Einen Blick auf die in zwei Wochen startend­e Nordische Ski-WM warf ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner. Mit Beispielen aus Seefeld, Schlad­ming und St. Anton belegte der ÖSV-Generalsekretär die Impulse von Weltmeisterschaften: „Der Tross zieht weiter, aber die Investitionen bleiben. Am Ende profitieren die Menschen in den Regionen, aber auch der Spitzensport. Wir wollen Geld für den Sport verdienen. Deshalb müssen WMs wirtschaftlich erfolgreich organisiert werden.“ Ohne Weltmeisterschaft wäre Cortina nicht da, wo wir heute sind, stellte Valerio Giacobb­i (Stiftung Cortin­a 2021) klar. Veranstalter müssten beim Ausrichten von Sportevents sensible Strukturen schützen, aber auch investieren. (TT)