Letztes Update am Di, 18.06.2019 12:32

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tourismus

Touristsiker erwarten sonnige Aussichten für Sommersaison

Im vergangenen Sommer wurde bei den Ankünften ein Plus von 3,1 Prozent auf 24,67 Millionen verzeichnet. Die Zahl der Nächtigungen legte um 2,3 Prozent auf 76,74 Millionen zu.

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© Wolfgang Stadler / STMGSymbolfoto



Wien – Die heimischen Touristiker blicken otmistisch auf die kommende Sommersaison. Im Trend würden vor allem speziell auf Kleingruppen zugeschnittene Reisen liegen, so die Chefin der Österreich Werbung (ÖW), Petra Stolba. Auch nachhaltige Angebote würden immer stärker nachgefragt, Reisende wünschten sich regionale und authentische Erlebnisse, so Stolba am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem WKÖ-Fachverband der österreichischen Seilbahnen in Wien.

Neben der Digitalisierung sei Nachhaltigkeit das wichtigste Thema. Sie wirke sich mittlerweile auch auf die Reiseentscheidungen und das Buchungsverhalten der Gäste aus, daher müsse verantwortungsvoller Tourismus gefördert werden. „Overtourism“, der etwa in Venedig oder Barcelona oft beklagt wird, sei in Österreich zwar noch kein Problem, „man muss aber gut aufpassen“. Wichtig sei es, die Besucherströme zu lenken. In Wien etwa werden Urlauber gezielt in Außenbezirke gelockt. Auch in den Bergen gehe es um „Crowd-Management“, so die Leiterin des nationalen Tourismusvermarkters.

Keine „Zwänge und Sanktionen“

Die Anreise der Gäste könne man im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit freilich nicht wegdiskutieren, vor allem im Hinblick auf den großen Hoffnungsmarkt China und andere Länder mit wachsenden Mittelschichten. Stolba verweist hier auf die Möglichkeit von Kompensationszahlungen bei Flügen und hält nichts von „Zwängen und Sanktionen“. Innerhalb von 500 Kilometern spiele die Bahn eine große Rolle.

Das Gros der Sommergäste stammte, auf Basis der Ankünfte, aus Österreich (33 Prozent) und Deutschland (31 Prozent). Danach folgen die Niederlande und Schweiz mit 3,5 bzw. 3,3 Prozent. Je 2,6 Prozent der Ankünfte entfielen auf Italien und China. Letzteres ist vor allem langfristig ein großer Hoffnungsmarkt für die heimischen Touristiker. Heuer soll das Gästewachstum aus China wie im Vorjahr bei rund 10 Prozent liegen. „Die Region Asien ist für uns ganz klar derzeit der wichtigste Wachstumsmarkt“, sagt Stolba. Immer wichtiger würden auch die Gäste aus Osteuropa. “Die Tschechische Republik etabliert sich zu einem der wichtigsten Nahmärkte, aber auch in Polen und Ungarn wird ein Österreich-Urlaub immer beliebter“, heißt es von der ÖW. Beim russischen Markt soll der Winter als Sprungbrett für den Sommer genutzt werden.

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Für Seibahner noch ein Verlustgeschäft

Die Urlauber aus den Top-Sommermärkten kommen vor allem für Naturerlebnisse und aktives Genießen nach Österreich. „Was in den 1990ern als langweilig empfunden wurde, ist heute, getrieben durch manch post-digitale Sehnsüchte, wieder beliebt“, beobachtet Stolba.

Für die Seilbahnbetreiber ist die Sommersaison derzeit eher noch ein Verlustgeschäft. „Wir investieren da in die Zukunft“, meint Hannes Parth, stellvertretender Fachverbandsobmann der Seilbahnen. Langfristiges Ziel sei der ganzjährige Betrieb der Anlagen sowie die durchgehende Beschäftigung der Mitarbeiter. (APA)