Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 26.06.2019


Markt

Bikes und Ski werden öfter gemietet

Intersport meldet wieder steigende Umsätze, das Verleihgeschäft in den Tourismus­orten ist ein Hoffnungsmarkt.

Symbolbild.

© IntersportSymbolbild.



Wien – Biken, wandern und vor allem Ski fahren, snowboarden, Skitouren gehen und langlaufen – Sport ist in Österreich zu jeder Jahreszeit beliebt. Das lässt Intersport Austria zufrieden auf den Umsatz der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018/19 blicken. Dieser legte in Österreich inklusive der von hier aus geführten Märkte Slowakei, Tschechien und Ungarn um 3,5 Prozent auf 441 Mio zu. Euro zu. Hierzulande erhöhte sich der Umsatz von 371 auf 384 Mio. Euro. Intersport-Austria-Geschäftsführer Thorsten Schmitz sprach von einer „positiven Dynamik in einem hart umkämpften Markt“.

„Mit 60,5 Prozent Umsatzplus sind die E-Bikes der absolute Renner“, kündigte Intersport-Chef Schmitz an, dass das Unternehmen auch weiterhin „ganz stark“ auf das Thema Radfahren setzen werde. Der Markt sei groß: „Jeder zweite Österreicher geht regelmäßig Rad fahren.“ Doch obwohl die Bikes mit Elektro­antrieb die großen Umsatztreiber sind, ist es der Wintersport, der „stabil auf hohem Niveau“ bleibt, so Schmitz. Sowohl bei Bikern als auch bei Wintersportlern beobachten die Händler – insgesamt gibt es österreichweit 208 Intersport-Standorte von 108 Händlern – Wachstum beim Verleih. Trotz des schneebedingten Wetterchaos im Jänner gibt es ein 6,4-prozentiges Umsatzplus. Ein zweistelliges Wachstum wurde außerdem in den Bereichen Outdoor und Running verbucht.

Und der Sportartikelhändler, der sich in Österreich als Marktführer vor Sport 2000 sieht, will weiterwachsen. Demnächst entstehen neue Flagship-Stores in Linz und Graz. „Wir wachsen aber auch auf bestehenden Flächen“, kündigte Schmitz Investitionen in Intersport-Standorte an. „Interessant und spannend“ ist für den Intersport-Chef Tirols Landeshauptstadt Innsbruck. Konkrete Pläne für eine neue Filiale gebe es zwar nicht, man versuche aber, „Fuß zu fassen“.

Wachsen soll auch der Online-Anteil des Umsatzes. Derzeit werde im „einstelligen Bereich“ online bestellt, im neuen Webshop sind derzeit 8000 Artikel sichtbar. Es sollen viel mehr werden. (ritz)