Letztes Update am Mi, 24.07.2019 13:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Immobilien

Neue Wohnung kostet Österreicher im Schnitt sechs Jahresgehälter

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis beträgt in Österreich 2612 Euro. Paris, London und München sind die teuersten Städte Europas. Wien liegt in dem Deloitte-Ranking auf Platz 17.

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Wien – Für eine neue Wohnung müssen die Österreicher im Schnitt rund sechs Jahresgehälter auf den Tisch legen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis beträgt 2612 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte. Im Europa-Vergleich zähle Österreich damit aber immer noch zu den eher leistbaren Ländern.

Angeführt wird die Liste im „Deloitte Property Index“ nämlich von Norwegen mit einem Quadratmeterpreis von 4043 Euro, gefolgt von Frankreich (4016 Euro) und Großbritannien (3753 Euro), heißt es in der Studie. Deloitte untersuchte für den Index die Preise in Österreich, Belgien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Lettland, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien und im Vereinigten Königreich.

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Spitzenreiter Tschechien

Auch im Verhältnis des Kaufpreises zum durchschnittlichen Bruttojahresgehalt zeigt sich Österreich der Deloitte-Studie zufolge moderat. Während man hierzulande „lediglich“ knapp sechs Bruttojahresgehälter für eine neue Wohnung aufbringen muss, sind es in Tschechien – dem Spitzenreiter – mehr als elf Jahresgehälter. An zweiter und dritter Stelle rangieren hier Lettland mit rund zehn und Großbritannien mit mehr als neun Jahresgehältern.

Im Städteranking liegt Wien mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4199 Euro auf Rang 17. Die Kaufpreise in der Bundeshauptstadt liegen zudem um 161 Prozent über dem Österreichschnitt. „Auch wenn das für manche paradox klingt: Die Hauptstadt Wien ist mit um eineinhalb Mal höheren Preisen als der Österreichschnitt relativ erschwinglich“, sagte Bernhard Gröhs, CEO von Deloitte Österreich.

Paris ist teuerste Stadt Europas

Am stärksten geht die Stadt-Land-Schere in Frankreich auseinander. „Paris übersteigt den durchschnittlichen Immobilienpreis in Frankreich um mehr als das Dreifache“, so Gröhs. Dahinter folgen Lissabon (320 Prozent) und London (298 Prozent). Paris ist außerdem in absoluten Quadratmeterpreisen mit 12.910 Euro die teuerste Stadt im Deloitte-Ranking, gefolgt von London (11.185 Euro) und München (7800 Euro).

Verhältnismäßig günstig ist in Wien nicht nur der Wohnungskauf, sondern auch die Wohnungsmiete, so Deloitte. In der Hauptstadt zahlt man pro Quadratmeter 9,80 Euro, während man beispielsweise in der Pariser Innenstadt 27,80 Euro und in London 20,10 Euro pro Quadratmeter bezahlen muss. (APA)