Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 17.09.2019


Nachhaltigkeit

Weniger Plastik, mehr Regionalität: Nachhaltigen Hotels bleibt mehr übrig

Weniger Abfall und Plastik, mehr regionale Produkte und Energieeffizienz: Umweltschutz kann Unternehmen sparen helfen.

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© APA/Barbara GindlSymbolfoto.



Wien – Klimaschutz ist das derzeit beherrschende Thema. „Gott sei Dank“, sagt Umweltministerin Maria Patek, die eine breite Diskussion begrüßt. Und Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind auch im Tourismus – für den Pateks Ressort zuständig ist – angekommen. Hotels verzichten häufiger auf Plastik-Strohhalme und Portionsverpackungen am Frühstücksbuffet, setzen Maßnahmen zur Abfallvermeidung, motivieren Gäste zum Verzicht auf den täglichen Handtuchwechsel und investieren in die Senkung des Wasser- und Energieverbrauchs. „Zeichen setzen“ heißt die Nachhaltigkeitsinitiative der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die vom Ministerium unterstützt wird. Knapp die Hälfte der 88.000 Euro teuren Kampagne wird vom Umwelt-Ressort bezahlt.

"Nachhaltigkeit ist tatsächlich ein Punkt, wo man Geld sparen kann." - Michaela Reitterer
 (ÖHV-Präsidentin)
"Nachhaltigkeit ist tatsächlich ein Punkt, wo man Geld sparen kann." - Michaela Reitterer
 (ÖHV-Präsidentin)
- APA

„Immer mehr Gäste wollen ihren Urlaub nachhaltig genießen“, verweist ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer auf eine aktuelle Befragung. Mehr als die Hälfte der Gäste erklärt sich demnach bereit, sich an den Kosten zu beteiligen und mehr für nachhaltige Hotels zu zahlen: „Da gehen ökolo­gische und ökonomische Nachhaltigkeit Hand in Hand.“ Schon mehr als ein Viertel der Hotels setzt bereits Maßnahmen um. „Das ist schon ganz gut, aber wir wollen den Anteil gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus noch heben“, sagt Reitterer. Das Thema soll auch in die Bundesländer kommunziert werden. Auf ÖHV-Roadshows zeigen Experten, wie sehr sich auch kleine Maßnahmen rechnen. Reitterer: „Wir wollen Hoteliers motivieren, mehr zu investieren. Denn Nachhaltigkeit ist tatsächlich ein Punkt, wo man Geld sparen kann.“

Das Bundesministerium bietet den Tourismusbetrieben zahlreiche Förderungen, etwa für E-Ladestellen vor dem Haus, energieeffiziente Kühlgeräte oder die thermische Sanierung. Besonders Letzteres, Fenstertausch und Wärmeisolierung, ist ein starker Hebel zur Einsparung von Tonnen CO2. (ritz)

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