Letztes Update am Di, 17.09.2013 07:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Markt

Bankgeschäfte am Handy auf dem Vormarsch



Wien – 40 % der Österreicher nutzen Mobiles Banking, ergab eine Umfrage der ING-Diba. Im Schnitt verwendeten drei von zehn Befragten in 12 europäischen Ländern ihr mobiles Gerät für Bankgeschäfte. Wenig überraschend gehen drei von vier Österreichern, die Mobiles Banking nutzen, nun seltener in ihre Filiale.

Offenbar differenzieren die Österreicher bei der Nutzung der aus Sicherheitsgründen oft kritisierten Technologie. Vier von zehn können sich vorstellen, so ihren Kontostand zu überprüfen. 28 % würden damit Überweisungen tätigen, aber nur 1 % Wertpapiergeschäfte abwickeln. Befragt wurden vom Institut Ipsos online knapp 12.000 Europäer.

Österreichs Banken setzen unterdessen immer stärker auf Bankgeschäfte per Handy und Co. Die Bank Austria startete am Montag nach einer achtmonatigen Pilotphase ihr neues Betreuungsmodell SmartBanking. Dabei werden die Kunden unter der Woche bis 20 Uhr zusätzlich über Video­telefonie, Telefon und SMS beraten. „Mittel­fristig investieren wir einen dreistelligen Millionenbetrag, um die Bank der Zukunft mit unserem neuen Geschäftsmodell SmartBanking umzusetzen“, sagte Bank-Austria-Chef Willibald Cernko.

Mobile Zukunftsvisionen gibt es in den meisten Banken. Die Sparkassen etwa zielen bereits mit diversen Apps auf die Smartphone-affinen Kunden ab, lassen sie so Konto­stände abrufen oder kleine Beträge auf die Seite legen („Impulssparen“). Die Volksbanken etwa arbeiten ebenso mit Mobile Banking wie Raiffeisen, das mit „ELBA-mobil“ ein Programm für die kleinen Bankgeschäfte zwischendurch entwickelt hat. Auch die Hyp­o Tirol hat eine Mobile App, die sich als Ergänzung zu den übrigen Dienstleistungen versteht. (wer)