Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 09.02.2016


Standort Tirol

Tiroler steigen auf die CO2-Bremse

Autolenker fahren täglich im Schnitt weniger als noch vor zehn Jahren. Auszeichnung für tirol kliniken.

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© tirol kliniken / Seiwald



Innsbruck – Die Zahl der mit dem Auto gefahrenen Kilometer in Tirol ist in den vergangenen zehn Jahren leicht gesunken. Das teilt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer Aussendung anlässlich des Beginns der Fastenzeit mit und ruft gleichzeitig dazu auf, sich der Aktion „­Autofasten“ anzuschließen.

Tirols Haushalte besitzen rund 345.000 Pkw, davon sind rund 90.000 Zweitautos. Laut VCÖ fahren Tirols Autofahrer im Schnitt 34 Kilometer pro Tag. Während die Hauptwagen inklusive Urlaub und Wochenendausflügen im Schnitt auf rund 38 Kilometer pro Tag kommen, ist das Zweitauto rund 22 Kilometer pro Tag im Einsatz. Vor zehn Jahren fuhren Tirols Autofahrer im Schnitt noch 38 Kilometer, mit dem Erstauto sogar 43 Kilometer pro Tag. „Das Mobilitätsverhalten ändert sich langsam, aber sicher“, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Die 34 Kilometer entsprechen genau dem Österreich-Schnitt.

In Tirol ist knapp mehr als die Hälfte der Autofahrten kürzer als fünf Kilometer, jede sechste Autofahrt ist sogar kürzer als eineinhalb Kilometer. Die katholische und evangelische Kirche rufen dazu auf, in der Fastenzeit möglichst viele Alltagswege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Die Kombination aus Gehen, Radfahren und öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch gesünder und kostengünstiger, so der VCÖ. Wer 1000 Kilometer weniger mit dem Auto fährt, verbraucht im Schnitt um fast 70 Liter weniger Sprit und verursacht um rund 170 Kilogramm weniger CO2.

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Für ihr Engagement zur Reduktion von CO2 und ihre Leistung beim ÖBB-Green-Points-Projekt wurden unlängst die tirol kliniken ausgezeichnet. Die Mitarbeiter der Unternehmens legten in den vergangenen zwei Jahren auf Dienstreisen 361.025 umweltschonende Bahnkilometer zurück und sammelten dadurch ebenso viele „Green Points“ für das Projekt. Dadurch wurden über 56 Tonnen CO2 eingespart. Die gesammelten Punkte kommen dem Projekt „Blühende Landschaften“ zugute, das nachhaltig auf ein intaktes Ökosystem einwirkt und Bienen ein neues Zuhause schenkt. (TT)