Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 30.04.2016


Standort Tirol

Bankhaus auf Kurs Richtung Tirol-Fusion

Mit einer Bilanzsumme von 993 Mio. Euro im Jahr 2015 kratzt die Volksbank Landeck an der Milliarden-Marke. Der 23. Juni ist Stichtag zum Projekt Fusion.

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© Wenzel



Landeck – Nach dem Oberländer Motto „Miar wölla salt regiara“ wollte die Volksbank Landeck mit aktuell 5461 Genossenschaftsmitgliedern zunächst ein eigenständiges Bankhaus bleiben. Doch bei einer außerordentlichen Generalversammlung im März 2015 votierte eine Mehrheit für die Fusion der drei Nordtiroler Volksbanken – Tirol Innsbruck-Schwaz, Kufstein-Kitzbühel und Landeck. Auslöser waren die großen Verluste der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG), die „abgebaut“ werden mussten.

„Wir sind auf gutem Weg“, hob Vorstand Martin Holzer am Donnerstag bei der bestens besuchten Generalversammlung im Stadtsaal hervor. Im Vorfeld der Fusionierung müssen, so Holzer, 19 Teilprojekte abgearbeitet werden. „Vieles wird in Telefon- und Videokonferenzen besprochen. Die große Lösung wird am 23. Juni in einer außerordentlichen Generalversammlung präsentiert.“ Mit der gemeinsamen Tirol-Lösung sollen auch Ängste und Befürchtungen abgebaut werden.

Mit den Kennziffern zum Bilanzjahr 2015 zeigte sich das Führungstrio mit Holzer, Daniel Koler und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Gaim zufrieden. „Erfreulich ist, dass die Kundeneinlagen auf 755 Mio. Euro gestiegen sind. Und das in einem wirtschaftlich schwierigen Markt­umfeld“, zeigt Koler auf. „Mit einer Bilanzsumme von 993 Mio. Euro ist die Volksbank Landeck die größte Bank im Oberland.“ Das Haus habe die Eigenmittel im Vorjahr abermals erhöhen können – auf 108,4 Mio. Euro. (hwe)




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