Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 30.04.2016


Standort Tirol

Verein regioL bleibt der

starke Entwicklungsmotor

Die Landecker Drehscheibe für „integrierte Regionalentwicklung“ löste mit 1,5 Mio. Euro Förderimpuls rund 16,1 Mio. Euro an Investitionen aus.

Im Förderprojekt „Paznauner Kapellenführer“ wird auch die Kapelle auf der Dias-Alpe bei Kappl zu finden sein.

© WenzelIm Förderprojekt „Paznauner Kapellenführer“ wird auch die Kapelle auf der Dias-Alpe bei Kappl zu finden sein.



Von Helmut Wenzel

Landeck – Selbst für Bürgermeister sind Fördertöpfe und Förderrichtlinien oft ein Buch mit sieben Siegeln. Doch das kleine Team des Regionalmanagements regioL mit Sitz im Landecker Innovationszentrum hat den Durchblick.

Den Beweis dazu lieferte der Verein mit Obmann Helmut Mall und Geschäftsführer Gerald Jochum am Donnerstagabend bei der Generalversammlung – mit Zahlen und Fakten zum Bilanzjahr 2015: In der so genannten integrierten Regionalentwicklung konnten 36 Projekte mit Fördermitteln von 1,5 Mio. Euro abgewickelt werden. Dieser Impuls hat Investitionen von 16,1 Mio. Euro ausgelöst. „Zudem konnten 211 Arbeitsplätze neu geschaffen bzw. gesichert werden“, resümierte Jochum in seinem Bericht „zur Lage der Region“.

Lobende Worte kamen von Christian Stampfer, Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung EU-Regionalförderung: „Es ist eine Erfolgsbilanz. Die Regionen wissen selbst am besten, wo der Weg hingeht. Der Leader-Region Landeck stehen sechs Millionen Euro in Eigenverantwortung zur Verfügung.“

Das Regionalmanagement habe „einen guten Projektmix“ umgesetzt und das Geld gut eingesetzt. Das Kriterium „Wirkungsorientierung“ mit messbaren Daten habe in der Projektarbeit von regioL einen hohen Stellenwert, sagte Stampfer. Dass in Landeck bei Förderprojekten nach dem Prinzip „One-Stop-Shop“ gearbeitet wird, sei vorbildlich. Auch Landtagsvizepräsident Toni Mattle zeigte sich beeindruckt von den vorgelegten Zahlen: „Ein schönes Ergebnis, das nur mit konsequenter Arbeit erreichbar ist.“

Mit Ausnahme von Spiss hätten alle Gemeinden im Bezirk Landeck von Förderprojekten profitiert, weiß das Team von regioL. Im Ranking vorne ist derzeit Nauders, wo bisher 20 Projekte umgesetzt werden konnten.

Zu den interessantesten aktuellen Vorhaben zählt der Aufbau der Umweltbildungsstelle im Jamtal bei Galtür. Dort soll der Klimawandel „greifbar“ gemacht werden, auch für die Schuljugend. Basis sind u. a. „Massenbilanz-Messungen“ am Jamtalferner. Mit Spannung darf der Paznauner Kapellenführer – ein weiteres Förderprojekt – erwartet werden. Die fachkundige Autorin Silvia Mader will ihn bis Herbst fertig stellen.

Das regioL-Team gab Einblick in die Aktivitäten 2015 – hinten: Waltraud Handle, Simone Reimair, Obmann Helmut Mall, Evi Jörg, GF Gerald Jochum (v. l.). Vorne: Elisabeth Steinlechner und Sandra Careccia (v. l.).
Das regioL-Team gab Einblick in die Aktivitäten 2015 – hinten: Waltraud Handle, Simone Reimair, Obmann Helmut Mall, Evi Jörg, GF Gerald Jochum (v. l.). Vorne: Elisabeth Steinlechner und Sandra Careccia (v. l.).
- Wenzel



Kommentieren


Schlagworte