Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 22.08.2016


Osttirol

Sillianer Hütte soll auf doppelte Größe wachsen

Wegen großer Nachfrage will der Österreichische Alpenverein Sillian seine Hütte auf 80 Betten und 160 Restaurantplätze erweitern.

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© Oblasser



Von Catharina Oblasser

Sillian – Die Umwidmung ist unter Dach und Fach. Im Herbst steht die Bauverhandlung auf dem Programm. Und im Frühjahr 2017 wird die große Bauoffensive starten. Damit soll die Sillianer Hütte auf 2447 Metern Seehöhe zu einer komfortablen Unterkunft für Wanderer, aber auch Mountainbiker werden.

Eigentümer der Unterkunft, die den westlichsten Stützpunkt des Karnischen Höhenweges bildet, ist der Österreichische Alpenverein, Sektion Sillian. „Wir planen mit dem Umbau eine Qualitätsverbesserung“, sagt Obmann Anton Sint. „Statt Lagern wollen wir mehr Betten haben.“ Insgesamt 80 Schlafplätze sollen es werden. Im Restaurantbereich sollen nach dem Umbau 160 Personen Platz finden. „Dafür wird die Küche nach außen verlagert und vergrö­ßert“, so der Obmann.

Die Sillianer Hütte steht auf dem Platz, den ursprünglich die so genannte Viktor-Hinterberger-Hütte einnahm. Diese war sehr desolat, deshalb entschloss sich der Alpenverein zu einem Neubau. Mit der Eröffnung 1986 hat die Sillianer Hütte nun schon 30 Jahre auf dem Buckel. Auch deshalb ist eine Sanierung nötig.

Stark frequentiert wird die alpine Unterkunft sowohl von Wanderern als auch von Radlern, erzählt Anton Sint. Einerseits beginnt bzw. endet der so genannte Friedensweg dort. Der Wanderweg verläuft entlang der ehemaligen Dolomitenfront des Ersten Weltkriegs und soll heute als Symbol der Völkerversöhnung dienen. Andererseits wird der Radbewerb „Stoneman-Trail“ über diese Strecke geführt. Der Trail ist kein herkömmliches Wettrennen, sondern jeder Radler kann nach seinem Tempo und zu jeder beliebigen Zeit die Strecke zurücklegen und bekommt entsprechend seiner Leistung eine Auszeichnung. „An die 4000 Starter sind pro Jahr dabei“, schildert Sint. „Und das Beste: Radler und Wanderer kommen nie miteinander in Konflikte, weil sie sich schon von der Übernachtung auf der Hütte her kennen.“