Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.08.2016


Forum Alpbach

Anschub für Start-ups mit tausend Jobs

IT-Investor Hauser unterstützt die Forschung an Quantencomputern an der Uni Innsbruck. Der Verein „startup.tirol“ gibt Gründern Starthilfe.

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© uni innsbruck



Alpbach – Der Tiroler IT-Investor Hermann Hauser sponsert die Uni Innsbruck bei der Quantenforschung Der Wörgler, der als IT-Unternehmer in Cambridge erfolgreich ist, stellt in den kommenden fünf Jahren 425.000 Euro für eine neue Arbeitsgruppe und eine Forscherstelle am Institut für Theoretische Physik zur Verfügung, die sich der Erforschung und Entwicklung von Quantencomputern widmet. Eine entsprechende Vereinbarung wurde in Alpbach unterzeichnet. Der Unternehmer stiftet das Geld über seine Hauser-Raspe Foundation. Quantencomputer können mathematische Probleme lösen, die am herkömmlichen Computer nicht mehr berechnet werden können.

Mit seinem Tiroler Entrepreneurzentrum I.E.C.T. hat sich Hauser unterdessen auch an einem neuen Tiroler Gründer-Programm namens „startup.tirol“ beteiligt. Dieses wurde am Donnerstag in Alpbach präsentiert. Der neu gegründete Verein besteht aus öffentlichen und privaten Geldgebern. Ziel ist es, innovativen Gründern beim Markteintritt und in der ersten Wachstumsphase zu helfen. Dafür soll auch ein Netzwerk an Mentoren aufgebaut werden. Rund 200 dauernd aktive Treiber für ein „Start-up-Ökosystem“ wollen die Partner insgesamt für die Initiative gewinnen, hieß es am Donnerstag.

Mit an Bord sind bei „start­up.tirol“ die Standortagentur sowie Hausers I.E.C.T-Partner Werkstätte Wattens (Swarovski) und die Tyrolean Business Angel GmbH des Südtiroler Unternehmers Harald Oberrauch (Durst, Alupress). „Für mich ist die Zusammenarbeit mit Start-ups ein Geschäftsmodell der Zukunft für etablierte Betriebe“, erklärte Oberrauch in Alp­bach. In den nächsten fünf Jahren sollen 80 Start-ups gemeinsam auf den Markt begleitet werden. 1000 Jobs sollen so entstehen.

Der ehemalige Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle bemerkte beim „Tiroler Technologiebrunch“ in Alpbach, dass seit 2014 mehr als 20 Millionen Euro aus dem EU-Programm „Horizont 2020“ nach Tirol geflossen sind. Forscherinnen und Forscher in Tirol sind dabei in 50 Projekte involviert, bei zwölf Projekten haben sie die Koordination inne, sagte der VP-Forschungs- sprecher. (wer)