Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 05.12.2016


Landeck

Perjen II: Zur Barbarafeier sind 38 Prozent geschafft

Tunnelpatin Andrea Geiger feierte mit Gernot Brandtner (Asfinag; l.) und Dietmar Kerbis (Marti).

© ReichleTunnelpatin Andrea Geiger feierte mit Gernot Brandtner (Asfinag; l.) und Dietmar Kerbis (Marti).



Stanz, Zams, Landeck – Es ist der Feiertag der Bergleute, die die heilige Barbara zu ihrer Schutzpatronin erwählt haben. Gestern Nachmittag standen die Maschinen im Stollen des Perjentunnels II einmal still. „Man dankt, dass bei den Arbeiten nichts passiert ist“, betont Projektleiter Richard Loidl von der Asfinag. „Bisher ist Gott sei Dank nichts vorgefallen, was nicht wieder heilen wird“, erklärt er. Es gab Knochenbrüche, aber keine sehr schweren Verletzungen.

70 bis 80 Bergleute arbeiten untertags, erläutert Marti-Geschäftsführer Dietmar Kerbis. Es sei wohl nicht die größte Baustelle, aber eine der wichtigen, scherzte er mit Asfinag-Geschäftsführer Gernot Brandtner.

Der Barbaratag war auch ein wichtiger Tag für Tunnelpatin Andrea Geiger, die die Arbeiter bisher schon zweimal mit einer Jause oder einem Bier versorgt hat.

Diese haben bereits ein gutes Stück geschafft. Bereits 38 Prozent des Tunnels wurden im Vortrieb bewältigt, wie Loidl erklärte – 673 Meter auf der Ost- und 360 Meter auf der Westseite. „Bei den Störungszonen sind wir vorbei“, betont er. Diese Abschnitte der Geologie, die bereits vom Bau der ersten Röhre bekannt waren, hatten den Tunnelbauern die größten Kopfzerbrechen bereitet. Dank der guten Aufzeichnungen sei man vorbereitet gewesen. Der Vortrieb geht noch bis Mitte 2017 weiter. Das bedeutet auch Belastungen für die Anrainer, die die Erschütterungen der Sprengungen auch dann noch spüren werden, wenn diese schon weit im Berg stattfinden. „Es wird aber besser“, verspricht Loidl. (mr)

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