Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 10.07.2017


Bezirk Kufstein

Bündnis für Reintaler See geschmiedet

Seit Juni sind das Land, der TVB und die Gemeinde Kramsach Pächter des Reintaler Sees und sorgen für Attraktionen.

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© Zwicknagl



Von Walter Zwicknagl

Kramsach – Im Besitz von zwölf Personen ist der Reintaler See, der bei Erholungssuchenden in der heißen Jahreszeit gefragt ist. Und in den nächsten 15 Jahren haben bei der Seeverwaltung das Land Tirol, die Gemeinde Kramsach und der TVB Alp­bachtal Seenland das Sagen. „Der neue Pachtvertrag läuft bis zum Jahr 2030“, berichten BM Bernhard Zisterer und Vizebürgermeisterin Karin Friedrich, die sich seit Jahren mit der Causa Reintaler See beschäftigt. Für die nächsten Jahre gibt es etliche Pläne, um den See noch attraktiver zu machen.

„Nach einem Zeitraum von zwei Jahren soll evaluiert werden. Dann können für eine zukünftige Vergabe der Seebewirtschaftung exakte Kennziffern verwendet werden“, ist Karin Friedrich überzeugt. Eindeutig stehe man dazu, dass das Land Tirol wiederum als Pächter des Sees und der benötigten Grundstücke agiert. „Eines unserer Ziele ist ein barrierefreier Rundwanderweg, der auch mit einem Kinderwagen befahren werden kann“, meint Markus Kofler, der Geschäftsführer des TVB Alpbachtal Seenland. „Mir geht es darum, die Freizeiteinrichtung Reintaler See auf Vordermann zu bringen“, bekräftigt der Touristiker. Zwei Personen seien dafür fix angestellt, eine weitere werde in den Sommermonaten beschäftigt. Laut denkt er aber auch über die Nutzung eines Rundwanderweges als Winterwanderweg nach.

Aus der Vertragsperspektive gesehen gebe es aber noch eine Lücke, weiß die Vizebürgermeisterin, die in dieser Sache weiter am Ball bleiben wird. „Wir arbeiten an der Infrastruktur. Dazu gehört auch ein Sanitärcontainer“, sagt BM Zisterer. Die Parkplatzbewirtschaftung und das Einheben der Erhaltungsbeiträge klappe. Es gebe aber noch einiges zu tun, unterstreicht der Gemeindechef.

Unter seine Fittiche nahm das Land den Reintaler See im Jahre 1975. Grund dafür seien mehrere Missstände gewesen, heißt es in einem Bericht des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2007. Autos, die unkontrolliert im Gelände geparkt wurden, die Gefahr der Verbauung der Ufergrundstücke, Streitereien und ungepflegte Anlagen hätten zum Reagieren gezwungen. „Das ist aber Vergangenheit“, meint BM Zisterer.