Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 27.10.2017


Bezirk Reutte

Wellness-Anlagen um

1,8 Mio. Euro ausgebaut

Die Alpentherme Ehrenberg in Reutte zählt täglich 570 Besucher. Bürgermeister Oberer wertet die jüngsten Investitionen als „goldrichtig“.

© NikolussiIn den Kasematten der Therme Ehrenberg ist gut ruhen.Fotos: Nikolussi



Von Hans Nikolussi

Reutte – Vor gerade einmal fünf Jahren bewegten sich erstmals die Drehkreuze der Alpentherme Ehrenberg. Erst kürzlich konnte ein Gast die Millionen-Schallmauer durchbrechen. Womit sich eine eher seltene Erfolgsgeschichte für kommunale Freizeiteinrichtungen abzeichnet. „Das verdanken wir nicht zuletzt dem Geschick, der Kompetenz und dem Weitblick der Betreibergesellschaft Vivamar und dem Mut der Marktgemeinde Reutte“, hob Bürgermeister Alois Oberer hervor.

Betriebsabgänge, wie andernorts an der Tagesordnung, sind in Reutte ein Fremdwort. Mit der feierlichen Eröffnung der erweiterten Wellness-Anlagen wurde ein weiteres Kapitel der Alpentherme geschrieben. Rund 1,8 Millionen Euro wurden investiert, um einen wesentlichen Teil der Therme, den Wellness- und Saunabereich, noch attraktiver zu gestalten und mit einem eigenen Zugang zu erschließen. Im früher kaum genutzten Untergeschoß entstand ein eigener, großzügiger Umkleidebereich. Die neue Sauna-Lounge lädt zur Kommunikation ein, 50 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Die Ruhezone wurde um zwei Räume mit je 30 Liegen erweitert. Dort finden die Gäste auch Wasserbetten sowie Wärme- und Infrarotliegen.

„Jedem Gast seine Liege“, sagte Geschäftsführer Thomas Eichhorn vom Dienstleister Vivamar bei der Eröffnungsfeier im Beisein von Repräsentanten aus Politik, Behörde, Gesellschaft und Baufirmen. Die Alpentherme Ehrenberg habe sich ihren Platz im Reigen ähnlicher Anlagen erobert und finde ihre Klientel zur Hälfte im bayerischen Raum, so Eichhorn.

Bei der Eröffnungsfeier glühten die Scheren – Geschäftsführer Gerfried Lovrecki, Architekt Alexander Wasle, Raine­r Pethran, Bürgermeister Luis Oberer, Thomas Eichhorn und Betriebsleiter Sebastian Heckelmiller (v. l.).
- Nikolussi

Zu den weiteren Erfolgsfaktoren zählten die Festredner „die hervorragende Lage im Talkessel mit Blick auf Ehrenberg“, engagierte Mitarbeiter sowie den Rückhalt bei Gemeinde und Bevölkerung.

Der Umbau und die Verdoppelung des Restaurant- und Küchenbereichs in knapp vier Monaten wurde als Investition in künftige Zielsetzungen der Freizeiteinrichtung gewertet. „Die effiziente und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Kommune und privater Betreibergesellschaft hat sich bewährt und die Ausrichtung auf Sauna und Wellness war goldrichtig“, stellte Gemeindechef Alois Oberer fest. „Das Geld ist nachhaltig eingesetzt.“ Oberer verwies auf einen Besucherdurchschnitt von 570 Personen pro Tag. Dass der Kostenplan eingehalten werden konnte, sei ein weiteres Plus in der jungen Geschichte der Therme.