Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 24.11.2017


Bezirk Kitzbühel

Pletzer hat große Pläne für die Bergbahn Pillersee

Die Unterschriften sind getätigt, die Übernahme ist fix. Nun will Pletzer in St. Ulrich investieren. Vorerst sind 13 Millionen Euro geplant.

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© Langreiter



St. Ulrich a. P., Hopfgarten – Der Verkauf ist besiegelt – die Pletzer-Gruppe hat am Mittwochabend die Bergbahn Pillersee übernommen. Nun bricht Manfred Pletzer auch sein Schweigen, er hatte ja bis zum Schluss nichts über den Deal gesagt. Seit Mittwochabend ist Anton Pletzer nun der neue Geschäftsführe­r der Bergbahn an der Buchensteinwand. Es sei ein sehr gutes Projekt, bei dem Gemeinden, Tourismusverband und Grundeigen­tümer an einem Strang ziehen. „Nach vielen Gesprächen konnten wir uns nun einigen“, sagt Manfred Pletzer, Geschäftsführer der Pletzer-Gruppe.

Damit ist zum einen der Fortbestand der Bergbahn Pillersee gesichert, aber auch eine Weiterentwicklung. Denn mit der Pletzer-Gruppe kommt auch frisches Geld in das Unternehmen und neue Pläne. Bereits im kommenden Sommer sind Investitionen geplant, so die Verbesserung der Beschneiungsanlage mit einem neuen Speicherteich. „Diese Investitionen sind dringend notwendig. Auch im Bereich der Gastronomie wollen wir das Angebot ausbauen, in einem nächsten Schritt den Sommerbetrieb stärken. Insgesamt haben wir uns gemeinsam mit den Gemeinden auf ein Investitionspaket von rund 13 Mio. Euro verständigt. Einen überwiegenden Anteil wird die Pletzer-Gruppe als frisches Kapital zuschießen“, bestätigt Pletzer.

An den Investitionen beteiligen werden sich auch die drei Anrainergemeinden St. Ulrich, St. Jakob und Hochfilzen. „In welcher Höhe, ist noch nicht festgelegt. Die Details sind jetzt mit den neuen Eigentümern zu besprechen“, sagt Standortbürgermeisterin Brigitte Lackner. Dies soll aber zügig über die Bühne gehen, „denn die Gemeinden müssen ihre Budgets für das kommend­e Jahr auch beschließen“, erklärt Lackner weiter. Die Aufteilung der Kosten unter den Gemeinden wird mit einem Schlüssel geregelt.

Aber neben der Verbesserung der Beschneiung – in Zukunft soll ein Großteil der Pistenflächen beschneit werden können – ist auch der Fortbestand der Liftanlagen sicher. Auch die Gastronomie wird erneuert, ob schon im kommenden Sommer, ist noch nicht fix. Klar ist aber, dass zuerst die Gastronomie am Berg erneuert werden soll.

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Doch damit ist noch nicht Schluss, wie Manfred Pletzer betont. In der mittelfristigen Planung gebe es noch weitere Schritte. „Es ist sicher eine Notwendigkeit, die Liftanlage nach Hochfilzen zu erneuern“, erklärt Pletzer, aber es sei ein mehrjähriges Investitionsprogramm. Auch ein Hotel ist in diesen mehrjährigen Planungen enthalten. Damit kann die Auslastung der Bergbahn gestärkt werden und zugleich gibt es mit der Bergbahn eine gute Möglichkeit, Gäste zu generieren. Eine fixen Zeitplan gebe es hier noch nicht. Möglich wäre ein solcher Hotelbau in den Jahren 2019 oder 2020. „Aber erst müssen wir noch andere Projekte fertig stellen“, sagt Pletzer.

Die Bergbahn beschäftigt mit den Gastronomiebetrieben bis zu 60 Mitarbeiter in der Wintersaison und hat zuletzt einen Umsatz von drei Mio. Euro erzielt. In Sachen Seilbahn bringt die Pletzer-Gruppe einige Erfahrung mit ein. So ist man Haupteigentümer der Bergbahn Hohe Salve als Teil der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, zusätzlich ist das Unternehmen am Skigebiet Sudelfeld in Bayern beteiligt, zudem betreibt die Pletzer-Gruppe auch das neue Sportresort Hohe Salve in Hopfgarten. (aha, TT)