Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.12.2017


Exklusiv

TVB Osttirol: „Der Verband ist topfit und für die Zukunft gerüstet“

Für Obmann Franz Theurl steht der TVB Osttirol auf soliden finanziellen Beinen. Der Verschuldungsgrad sank, das Eigenkapital stieg.

© FunderAufsichtsratsvorsitzender Werner Frömel, Obmann Franz Theurl und Wirtschaftstreuhänder Josef Vergeiner (v. l.) informierten über den Prüfungsbericht des Jahresabschlusses 2016 und das Budget 2018.Foto: Funder



Von Claudia Funder

Lienz – Gestern lud der Tourismusverband Osttirol zu einem Pressegespräch. Informiert wurde zum einen über die Jahresrechnung 2016 und den Abschlussbericht durch Wirtschaftstreuhänder Josef Vergeiner. Zudem wurde das in der Aufsichtsratsitzung von Ende November beschlossene Budget 2018 vorgestellt.

Einmal mehr wurde von Obmann Franz Theurl darauf verwiesen, dass nach der Fusionierung im Jahr 2008 ein Schuldenpaket von 16 Mio. Euro vom Gesamtverband übernommen wurde. Die Verschuldung, sprich die Bankverbindlichkeiten seien bis Dezember 2017 auf 6,8 Mio. Euro gesunken, erklärte Theurl. Der Verband habe mit einer Tilgungsrate von rund 1,2 Mio. Euro rund 10 Mio. Euro Schuldlast abschmelzen lassen. Dieser Weg soll fortgesetzt werden, auch in puncto Verringerung der Nettoverschuldung, die im Jahr 2016 nach kontinuierlichem Sinken bei 9,2 Mio. Euro lag.

Im besagten Jahr 2016 sei eine Trendwende gelungen, erklärt Theurl. „Wir haben es geschafft, das Kapital ins Positive zu drehen.“ Lag die Eigenkapitalquote 2015 noch mit 413.400 Euro im Minus, konnte im Folgejahr ein positives Eigenkapital von 548.000 Euro ausgewiesen werden. Theurl erinnerte an den Überschuss von 961.000 Euro aus 2016. Investitionen in die TVB-Zentrale konnten aus dem Jahresbudget bestritten werden. Und es floss ein Plus von 300.000 Euro ins Marketing, für das 2016 drei Mio. Euro verwendet wurden.

Wirtschaftstreuhänder Josef Vergeiner hatte erstmals keinen Sonderbericht vorzulegen und erklärte: „Die Überschuldung ist weg. Das ist mehr als ein positives Ergebnis.“

Für 2018 sind im Budget keine Darlehensaufnahmen vorgesehen, es seien auch keine Großprojekte geplant.

Die Ablehnung einer Erhöhung der Aufenthaltsabgabe sei „kein wahltaktisches Manöver“, stellte Aufsichtsratsvorsitzender Werner Frömel klar. „Die Zahlen sprechen dafür, dass sie nicht nötig ist.“ Kritik zur Lage des TVB könne er nicht nachvollziehen. Von 85 Beschlüssen seien 80 Prozent einstimmig gefällt worden. Die Zusammenarbeit sei sehr konstruktiv gewesen.

„Der Verband ist topfit und für die Aufgaben der Zukunft gerüstet“, verkündete Theurl. Man habe ausreichend „Unterfutter“, um allen Verpflichtungen nachzukommen. Zu diesen zählen etwa jeweils 400.000 Euro an Zuschüssen zum Ausbau von Beschneiungsanlagen in Sillian und Lienz, die schon genehmigt sind. Das kontinuierliche Wachstum der Osttiroler Wirtschaft ließ die Einnahmen des TVB Osttirol aus Pflichtbeiträgen steigen. Für 2018 sind hier 4,8 Mio. Euro prognostiziert, für die Aufenthaltsabgabe gut 3 Mio. Euro. Das Budget für Marketing 2018 beläuft sich auf 2,16 Mio. Euro, soll aber durch Kooperationen, Osttirol Werbung und Land Tirol auf drei Mio. Euro wachsen.




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