Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 19.04.2018


Bezirk Schwaz

Wintersaison brachte im Zillertal rund fünf Prozent Plus

Im Zillertal blickt man auf eine rekordverdächtige Wintersaison zurück. Die Bahnanreise soll weiterhin stark mitbeworben werden.

(Symbolfoto)

© TT/Böhm(Symbolfoto)



Von Angela Dähling

Schlitters – Ein Nächtigungsplus von vier bis fünf Prozent – hochgerechnet auf Ende April – dürfte die abgelaufene Wintersaison dem Zillertal gebracht haben. Diese Einschätzung teilte Beate Kassner, Geschäftsführerin der Zillertal Tourismus GmbH, auf Anfrage der TT mit. Das wäre ein neue­r Rekord. Im Winter 2016/17 wurden knapp 4,5 Millionen Nächtigungen und über 850.000 Ankünfte gezählt. „Wir hatten sensationelle Schneelage, die Talabfahrten bis Saisonende möglich machte“, sagt sie. Als Hauptgrund für die steigenden Nächtigungszahlen sieht sie allerdings „die hohe Qualität der Skigebiete und die ausgezeichnete Genusswelt im Zillertal mit einer Hüttengastronomie, die ihresgleichen sucht“, so Kassner.

Auch das vielfältige Beherbergungsangebot – von günstig bis hochpreisig – sei ein Argument für den Urlaub im Zillertal. Was die Staus im Tal anbelangt, meint Kassner: „Ich bin für das Marketing, nicht für die Straße zuständig.“ Sie betont jedoch, dass die Bahnanreise bei der Winterwerbung im Fokus stand und ausgesprochen viel Wert auf eine Zusammenarbeit mit den ÖBB und der Deutschen Bahn (DB) gelegt werde. „Wir haben mit beiden Kooperationen und haben die Bahnanreise ins Zillertal an ausgewählten Bahnhöfen in Deutschland groß beworben.“ Kassner verweist hier auf große Werbeplakate mit so genannten „Störern“ – große Punkte, auf denen fett „39 Euro“ steht und auf die Sparschiene-Bahnreise etwa von Köln bis Jenbach hingewiesen wird. Auch der Nightjet sei in Hamburg und Düsseldorf beworben worden. „Auf unserer Homepage verweisen wir ebenfalls auf die Angebote der Bahn und auf unseren Partner Four Seasons Travel als Flughafenshuttledienst und Zubringer ab dem Bahnhof Jenbach.“

Die Kampagnen mit Bahnanreise-Fokus laufen auch im Sommer weiter. Heuer werde die Herbstsaison verlängert. Die Seilbahnen fahren erstmals bis Ende Oktober und somit zwei Wochen länger als bisher. Ob die Hüttenwirte da mitziehen, könne sie nicht versprechen, sagt Kassner. Die Bergbahnrestaurants täten es jedenfalls.