Letztes Update am Do, 03.05.2018 07:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Immobilienpreise

Tirols Häuser wurden im letzten Jahr um 16 Prozent teurer

Die Hauspreise legten in fast allen Bezirken stark zu. Für ein Haus in Kitzbühel gibt’s eine Siedlung im Burgenland.

© iStockDie Hauspreise in Tirol sind im Vorjahr erneut explodiert.



Innsbruck – Wer in Tirol ein schmuckes Einfamilienhaus kaufen will, muss ganz tief in die Tasche greifen. Alleine im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Maklerverbundes Remax, der die tatsächlichen Verkäufe ausgewertet hat, die Hauspreise in Tirol im Schnitt (mehrfach gewichteter Durchschnitt) um 16 Prozent auf 474.000 Euro gestiegen. Dabei hat Osttirol, wo die Preise um 3,5 % sanken, den Schnitt noch nach unten gedrückt. In allen anderen Tiroler Bezirken klingelten für Hausverkäufer, Makler, Rechtsanwälte, Notare und alle anderen, die von Immobiliengeschäften profitieren, die Kassen.

Insgesamt wechselten in Tirol 604 Einfamilienhäuser den Eigentümer. Teuerstes Pflaster bleibt der Bezirk Kitzbühel, wo für ein Haus im Schnitt 1,32 Mio. Euro bezahlt wurden. Ein Viertel der verkauften Häuser kostete sogar mehr als 2 Mio. Euro. „Um dieses Geld könnte man sich im Südburgenland eine Siedlung mit 24 Einfamilienhäusern kaufen“, rechnete Remax vor. Österreichweit kostete ein Haus im Schnitt etwa ein Zehntel davon, nämlich 225.819 Euro – gegenüber 2016 auch ein Plus von 8,4 Prozent.

Auch in anderen Bezirken ging es mit den Hauspreisen im Vorjahr kräftig nach oben: in Landeck um 32,1 % auf durchschnittlich 384.699 Euro, in Schwaz um 25,9 % auf 369.651 Euro, in Imst um 22,5 % auf 299.147 Euro, in Reutte um 4,7 % auf 276.222 Euro. Die Marke von durchschnittlich 400.000 Euro für ein Haus durchbrachen erstmals sowohl die Bezirke Kufstein mit 402.808 Euro (+15,5%) als auch Innsbruck-Land mit 412.015 Euro (+9,7%). Innsbruck ist bei Einfamilienhäusern die teuerste Stadt Österreichs – ein Haus kostete im Schnitt 753.000 Euro und damit 183.000 Euro mehr als im Vorjahr – wie viele Häuser in Innsbruck verkauft wurden, ging aus den Zahlen nicht hervor.

Bundesweit zu den teuren Bezirken zählten neben Kitzbühel und Innsbruck auch Wien mit durchschnittlich 532.831 Euro (+15 Prozent) und die Stadt Salzburg mit 674.426 Euro. Im Bundesländervergleich lag Wien vor Tirol, Salzburg (406.363 Euro) und Vorarlberg (379.211 Euro). Am niedrigsten war der Durchschnittspreis im Burgenland mit 129.107 Euro. (mas)

Einfamilienhäuser in Österreich – Preise 2017.
- APA/RE/MAX ImmoSpiegel 2017