Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.05.2018


Bezirk Kitzbühel

Um Alpenhof-Verkauf in Kirchberg ist es ruhig geworden

Ein Käufer für das Hotel in Kirchberg steht noch nicht fest. Das Bieterverfahren soll aber bis Ende Mai abgeschlossen sein.

© Harald AngererDer Alpenhof in Kirchberg hat am 2. April seine Pforten geschlossen. Wer das Hotel nun kaufen wird, steht noch nicht fest. Es soll aber ein Tourismusbetrieb bleiben.Foto: Angerer



Von Harald Angerer

Kirchberg – Das Angebot könnte nicht besser sein – beste Lage, und das im nächtigungsstärksten Ort des Bezirks Kitzbühel, noch dazu in unmittelbarer Nachbarschaft zum Skigebiet Kitzbühel. Der Alpenhof in Kirchberg steht zum Verkauf, die TT berichtete. Doch ein Käufer steht noch nicht fest.

Bereits am 2. April des Jahres hat der Alpenhof seine Tore geschlossen. Besitzer und Betreiber ist der gewerkschaftsnahe Verein Sozialwerk Bau-Holz. Zumindest noch, denn das Hotel mit 35.000 m2 Grundfläche soll den Besitzer wechseln. „Um den Verkauf ist es sehr ruhig geworden, gibt es da etwas Neues“, wollte nun Vizebürgermeister Andreas Schipflinger bei der jüngsten Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Helmut Berger wissen.

Es gäbe mehrere Interessenten, berichtete Bürgermeister Berger, noch stünde aber kein neuer Eigentümer fest. „Es gibt aber eine Interessentengruppe, die kommt in die Gemeinde und will uns präsentieren, wie sie sich das vorstellen könnten“, gibt sich Berger etwas zurückhaltend.

Fakt sei für ihn, dass die Gemeinde beim Verkauf mitreden will. Es gäbe klare Vorgaben, betont Berger auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. So etwa, dass der Alpenhof weiterhin touristisch genutzt werden muss. Deshalb müsse das vorgelegte Konzept möglicher Käufer auch die Gemeinde überzeugen.

In Kirchberg geht auch noch eine andere Idee die Runde. Kirchberg solle einen großen Teil der Fläche ankaufen, nur das Hotel mit ausreichend Fläche solle an einen neuen Besitzer veräußert werden. Die Gemeindefläche könnte dann als mögliche Tauschfläche oder für Einheimischen-Wohnbau genutzt werden. „Wenn der Eigentümer bereit ist, der Gemeinde einen Teil der Fläche zu überlassen, wäre das ein Thema“, sagt der Bürgermeister.

Von Seiten des Vereins Sozialwerk Bau-Holz gibt man sich zurückhaltend. „Wir sind mitten im Bieterverfahren“, sagt Othmar Danninger, Obmann des Vereins Sozialwerk Bau-Holz. Details zu den Bietern könne er deshalb nicht nennen. Man sei aber schon weit fortgeschritten, er hofft auf einen Abschluss bis Ende Mai. „Dann werden wir auch an die Öffentlichkeit treten“, sagt Danninger. Er stellt aber klar, dass der Verein den Alpenhof nur als Ganzes verkauft. „Was der neue Besitzer macht, ob der einen Teil an die Gemeinde weiterverkaufen will, obliegt dann nicht mehr uns“, erklärt Danning. Man werde sich beim Verkauf an die Vorgaben des Landes und der Gemeinde halten. Da man ein gewerkschaftsnaher Verein ist, würde er sich bei einem Umbau wünschen, dass viele heimische Firmen zum Zug kommen. „Das ist aber kein Vertragsbestandteil“, sagt der Obmann.