Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 17.05.2018


Bezirk Kitzbühel

Winter brachte leichtes Plus für Kitzbühel

Ein langer und schneereicher Winter liegt hinter den Touristikern. Sie ziehen eine durchwachsene Bilanz.

© Werlberger Ein langer, schneereicher Winter brachte für die Kitzbüheler Touristiker ein Plus von 1,2 Prozent bei den Nächtigungen.Foto: Werlberger



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Der Winter war lang, der Schnee in großer Menge vorhanden, nur die Sonne ließ sich etwas weniger oft blicken – so fasst Kitzbühels TVB-Präsidentin Signe Reisch­ den abgelaufenen Winter zusammen. Im Rahmen einer Pressekonferenz zog sie mit ihren Vorstandskollegen Manfred Hofer und Josef Dag Bilanz über die Saison. Man sei zufrieden mit dem Winter. Zwar konnte man bei den Nächtigungen lediglich 1,2 Prozent zulegen, dafür sei die Wertschöpfung hervorragend.

„Die Wertschöpfung ist wichtiger als die Auslastung“, betont Reisch. Kitzbühel liegt hier mit 15.201 Euro Umsatz pro Bett klar an der Tirol-Spitze. Hier konnte sogar eine Steigerung um 409 Euro im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden.

Vor allem am heimischen Markt konnte Kitzbühel im heurigen Winter punkten. Bei den Österreichern verbuchte man ein Plus von 4,8 Prozent bei den Nächtigungen. Auch bei den Briten wurde eine Steigerung von 2,6 Prozent verzeichnet, „und das bei hohen Grundzahlen“, wie Reisch betont. Einen Rückgang gab es hingegen bei Gästen aus Deutschland und den Niederlanden. Vor allem dort hatte man einen Marketing-Schwerpunkt gesetzt, der heuer nicht gefruchtet hat. „Wir haben in den Niederlanden eine Fokusmarkt-Strategie verfolgt, diese dauert drei Jahre. Die ersten beiden Jahre konnten wir deutliche Steigerungen erzielen. In Summe sind wir im Plus“, erklärt dazu Interimsdirektorin Viktoria Veider. So habe es im ersten Jahr sogar ein Plus von 26,6 Prozent gegeben.

Ein großes Problem sei laut Reisch die Schließung einiger Betriebe. „Das macht mir große Sorgen“, sagt sie. Im vergangenen Winter hätten allein vier größere Betriebe geschlossen. Von November bis März sind 13.000 Nächtigungen verloren gegangen, alleine die vier größeren Betriebe haben einen Anteil von 9600 Nächten.

Nichts Neues gibt es bei der Neubestellung des Direktors. Die Ausschreibung ist mit Ende April ausgelaufen, nun erfolgten die Hearings, anschließend wird die Öffentlichkeit informiert.