Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 29.06.2018


Innsbruck-Land

Deutscher Alpenverein investiert 4 Mio. im Stubaital

Nach einem jahrelangen Genehmigungsverfahren erfolgte nun die Grundsteinlegung für den Um- und Zubau der Regensburger Hütte.

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© atelier_koberl



Von Denise Daum

Neustift – Einen langen Atem bewies die Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins. Im Jahr 2010 begannen die Planungen für den Umbau der Neuen Regensburger Hütte in Neustift – acht Jahre später fand diese Woche nun die Grundsteinlegung für ein neues Gebäude statt. Neben der unter Denkmalschutz stehenden Regensburger Hütte wird ein Neubau mit Lagern, Personal- und Sanitärräumen errichtet. Zudem wird die 1930 errichtete Hütte saniert, um sie an die geltenden Vorschriften hinsichtlich Brandschutz, Hygiene und Gewerberecht anzupassen. Die Unterbringung der Bergsteiger erfolgt in Zukunft in kleineren Schlafräumen, die Anzahl der Schlafplätze wurde jedoch insgesamt nicht erhöht.

Der Weg bis zur Grundsteinlegung war so wie der Wandersteig zur Hütte: lang und steinig. „Es war nicht immer angenehm und vor allem für unsere Ehrenamtlichen eine Belastung“, sagt Gotthard Unger, Geschäftsführer der Sektion Regensburg. Das Genehmigungsverfahren für das Projekt zog sich: Der Deutsche Alpenverein musste bis zum Verwaltungsgerichtshof gehen, um den Neubau am aktuellen Standort nördlich der Hütte zu ermöglichen. Die Bezirkshauptmannschaft verwehrte nämlich im Jahr 2014 die naturschutzrechtliche Bewilligung dafür und sprach sich für einen südseitigen Neubau aus. Die Regensburger mussten daraufhin den gesamten Instanzenzug durchlaufen, um schließlich Recht zu bekommen. Über die Jahre stiegen auch die Kosten für den Umbau. Aus den ursprünglich angesetzten zwei Millionen sind mittlerweile vier Millionen Euro geworden.

Das alles ist nun aber mit dem Baubeginn so gut wie vergeben und vergessen. „Wir blicken nach vorne und hoffen, dass wir heuer mit den Umbauarbeiten fertig werden“, sagt Unger.