Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.07.2018


Bezirk Reutte

Positive Bauverhandlung zu umkämpfter Aussichtsplattform in Ehrwald

Schritt für Schritt der Umsetzung entgegen. Am Mittwoch fand die Bauverhandlung zur geplanten Aussichtsplattform am Seeben­wasserfall statt.

© PronatourDer geplante „Adlerhorst“ wird frei über die Seebenfelswand hinaushängen.



Ehrwald — Und diese Hürde wurde „ohne Beanstandung" gemeistert, freut sich der Obmann der Tiroler Zugspitz Arena, Thomas Schennach. Der Tourismusverband hat das Projekt — gegen Widerstand aus Teilen der Bevölkerung — vorangetrieben, ist Auftraggeber und Betreiber. Der Ehrwalder weist darauf hin, dass die wasserrechtliche Verhandlung erst abgeführt werden muss. Könne auch diese zu einem positiven Ende gebracht werden, wagt Schennach eine Prognose für die Umsetzung: „Heuer im Herbst könnten erste Arbeiten und im Frühjahr 2019 nach der Schneeschmelze die Fertigstellung erfolgen." Für den TVB-Chef der Zugspitzregion stellt die Aussichtsplattform ein „riesiges Highlight" dar, das ohne Eingriffe in die Natur („nur zwei Bäume müssen weichen") einen bisher unmöglich erscheinenden Panoramablick auf den Seebenwasserfall, auf den Wetterstein mit Zugspitze und den ganzen Talkessel generieren wird. Die 300.000 Euro teure Konstruktion werde sicher auch „der" Höhepunkt des Tiroler Adlerweges werden, ist sich Schennach sicher. Eine Petition mit 2200 Unterschriften und zuletzt SPÖ-Abgeordneter Dornauer hatten versucht, das Projekt zu verhindern. (hm)