Letztes Update am Fr, 13.07.2018 13:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Studie

Wien, Salzburg und Tirol wettbewerbsstärkste Bundesländer

Burgenland und Niederösterreich haben laut der Studie das geringste regionale Potenzial. Europaweit führen Stockholm, London und Zürich.

© TT/Thomas Böhm(Symbolfoto)



Wien – Wien, Salzburg und Tirol zählen in Österreich zu den wettbewerbsfähigsten Regionen, während das Burgenland, Niederösterreich und Kärnten die Bundesländer mit dem schwächsten wirtschaftlichen Potenzial sind. Zu diesem Ergebnis kommt das unabhängige Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics, das 181 europäische Regionen in 15 Ländern unter die Lupe genommen hat.

Österreichs neun Bundesländer liegen rund um den Mittelwert (100) aller analysierten Regionen. Wien kommt auf einen Wert von 105,6, Salzburg auf 102,1, Tirol auf 101,9, Oberösterreich auf 101,1, die Steiermark und Vorarlberg auf 100,6, Kärnten auf 99,8, Niederösterreich auf 98,8 und das Burgenland auf 96,9.

-

Spitzenreiter Schweiz

Zu den Spitzenreitern in Europa mit Blick auf die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit zählen Stockholm (115), London (114) und Zürich. Überhaupt befinden sich die Hälfte der Top 10-Regionen laut sda in der Schweiz.

All den starken Regionen sei gemeinsam, dass sie über eine gut laufende Konjunktur sowie über eine hohe Produktivität der exportierenden Industrie verfügen. Irland und Luxemburg, die das Ranking anführen würden, wurden nicht berücksichtigt, da sie als Staaten zählen und nicht als Region.

Zu den drei wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine Region zählt das BAK ein konsistentes wirtschaftliches Wachstum, eine hohe Standortqualität sowohl für Firmen als auch für hoch qualifizierte Mitarbeiter und eine ökonomische Struktur, welche künftiges Wachstum ermögliche.

Europaweit gesehen schneiden Zentral- und Nordeuropa besser ab als Süd- und Osteuropa. Am Ende der Attraktivitätstabelle liegen die wichtigsten Wirtschaftsregionen Spaniens und Italiens, auch wenn gerade die spanischen Regionen - und dort insbesondere die Balearen - laut BAK zuletzt etwas aufgeholt haben. (APA)