Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 29.08.2018


Innsbruck-Land

TVB steht hinter Stubay-Ausbau

TVB und Gemeinde Fulpmes reden über eine Finanzierung, die Tennisspieler stehen indes im Freien.

© Stubay Freizeitcenter GmbHDas Stubay.



Von Denise Daum

Fulpmes, Telfes – Kaum legte der Traumsommer am vergangenen Wochenende eine kurze Pause ein, war die Sauna im Stubay in Fulpmes-Telfes erneut bis auf den letzten Platz gefüllt. Für den Fulpmer Bürgermeister Robert Denifl einmal mehr ein Beweis dafür, wie dringend der seit Längerem geplante Ausbau der Saunalandschaft ist. Wie berichtet, soll die Kapazität mit einem Zubau von 150 auf 200 Besucher erhöht werden. Kostenpunkt: rund 1,5 Millionen Euro. Allein wird die Stubay Freizeitcenter GmbH, die im Eigentum der Gemeinden Fulpmes (75 Prozent Anteil) und Telfes (25 Prozent) steht, die Finanzierung nicht stemmen können. Auch wenn das operative Ergebnis positiv ist.

Das Stubay sei für das gesamte Tal „unwahrscheinlich wichtig“, erklärt Sepp Rettenbacher, Obmann des Tourismusverbands Stubai. Der Fulpmer Bürgermeister habe bereits beim TVB wegen einer finanziellen Unterstützung für den Ausbau anklopft. Im September findet ein Gespräch zwischen Vertretern von Gemeinde und TVB statt. Diesem Gespräch will Rettenbacher inhaltlich nicht vorgreifen. Nur so viel: „Wir sind froh, dass wir im Tal ein Schwimmbad haben, das so gut läuft und toll angenommen wird.“ Und das gehöre auch ausgebaut, sagt der TVB-Obmann.

Eine andere Sache ist indes endgültig vom Tisch: die Tennishalle im Stubay. Ursprünglich als Sommernutzung der Tennishalle gedacht, wird der „Air Parc“ dort nun ganzjährig betrieben. Für Bürgermeister Robert Denifl war das „wirtschaftlich gesehen die richtige Entscheidung. Mit dem Air Parc haben wir das doppelte an Einnahmen.“ Quasi als Entschädigung hat die Gemeinde Fulpmes 100.000 Euro in Sommerplätze im Ortsteil Medraz investiert. „Das ist ja auch ein Mehrwert für das Tal“, betont BM Denifl.

Robert Knaus, Leiter der Sektion Tennis im TSV Fulpmes, erklärt, dass man natürlich enttäuscht über die Ausquartierung sei. Zumal die Gemeinde ursprünglich auch versprochen habe, dass die Halle bleibt. „Wir haben uns mittlerweile mit der Situation abgefunden“, erklärt Knaus. Die Fulpmer Tennisspieler weichen im Winter nun nach Innsbruck aus.