Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 09.10.2018


Bezirk Schwaz

Opposition fordert Geld für Achenseebahn

SPÖ und FPÖ fordern rasche finanzielle Unterstützung vom Land für die Achenseebahn. Die Regierung sieht keine Dringlichkeit.

© Zwicknagl(Symbolfoto)



Innsbruck, Jenbach – Blau und Rot machen bei der Achenseebahn gemeinsame Sache. Die SPÖ-Landtagsabgeordneten Philip Wohlgemuth und Georg Dornauer sowie LA Markus Abwerzger (FPÖ) hatten am 22. September im Landtag bezüglich der Achenseebahn gemeinsam einen Dringlichkeitsantrag eingebracht. Sie forderten die Regierung auf, der Achenseebahn AG zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur und des Betriebes sowie zur Sicherung der Arbeits­plätze eine Soforthilfe in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Eur­o, davon 600.000 Euro für das laufende Jahr und weitere 600.000 Euro für das Jahr 2019, zuzusichern.

Der Achenseebahn droh­e wegen Reparaturbedarfs an der Strecke und an einer Dampflok sonst durch den Verlust von 3,18 Mio. Euro Förderung aus dem Mittelfristigen Investitionsprogramm (MIP) das Aus und 20 Arbeitnehmern die Kündigung, heißt es in dem Antrag. Auch auf die geplante Elektrifizierung und die dafür angeschafften Fahrzeuge wurde hingewiesen. Die Dringlichkeit wurde jedoch seitens der VP und der Grünen aberkannt. Der Antrag wird nun in den kommenden Ausschusssitzungen des Landtags behandelt.

Für SP-Verkehrssprecher Philip Wohlgemuth ist die Achenseebahn „als öffentliches Verkehrsmittel und für das touristische Angebot unverzichtbar“. FPÖ-Landesparteiobmann LA Markus Abwerz­ger sieht das genau so. Man sei im Gespräch mit Infra­strukturminister Hofer, damit die Bahn in Form einer zu entwickelnden elektrischen Regionalbahn wieder MIP-Mittel erhält. Abwerzger: „Mit einer modernen Achenseebahn kann auch die Parksituation am Bahnhof Jenbach entlastet werden. Ebenso ist die Verlängerung der Bahn bis Pertisau notwendig.“

Die Bitte um Stellungnahme wurde vom Büro von LHStv. Ingrid Felipe mit dem Hinweis abgelehnt, dass die Achenseebahn aufgrund ihrer touristischen Nutzung in die Agenden von Landeshauptmann Günther Platter fällt. Von dort wiederum heißt es, man warte weiterhin auf eine Rückmeldung aus Hofers Ministerium bezüglich der weiteren Vorgehensweise. (TT, ad)