Letztes Update am Mi, 31.10.2018 06:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Standort Tirol

Josef Margreiter ist Chef der neuen Tirol Holding „Lebensraum 4.0“

Die neue Tirol-Holding ist fixiert, der künftige Chef ebenfalls: Josef Margreiter ist ab 1. Jänner 2019 Chef der Holding Lebensraum 4.0.

© Thomas Boehm / TTLH Günther Platter (l.) mit dem neuen Geschäftsführer der Tirol Holding "Lebensraum 4.0".



Innsbruck – Riesenüberraschung war es keine mehr, als LH Günther Platter gestern Abend nach der Aufsichtsratssitzung der Holding Lebensraum 4.0 verkündete: Der Langzeit-Geschäftsführer der Tirol Werbung (seit 23 Jahren), Josef Margreiter, wurde einstimmig zum künftigen Holding-Chef gekürt. Mit 1. Jänner wird er sein Amt antreten und dann via Holding die Marke Tirol über Tirol Werbung, Agrarmarketing und Standortagentur zentral steuern. Diese drei Gesellschaften bleiben als Töchter bestehen, werden über die Holding (die an allen 100 Prozent besitzt) aber eng verzahnt.

LH Günther Platter nannte es „das größte Strukturprojekt, das wir in letzter Zeit beschlossen haben“. Er setze große Hoffnungen darauf, dass künftig der Standort und die Marke Tirol strategisch und zentral beworben werden könne. Der frühere Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, der seit dem Start der Lebensraum 4.0 vor knapp zwei Jahren als ehrenamtlicher Geschäftsführer fungierte und eine Reihe laufender Projekte initiiert habe, werde Vorsitzender des Beirates, so Platter. Bei Tirol Werbung und Agrarmarketing seien alle erforderlichen Beschlüsse bereits getroffen, für die Umwandlung der Standortagentur von einer Stiftung in eine Gesellschaft brauche es noch einen Landtagsbeschluss, betonte der Landeshauptmann.

Margreiter freut sich auf seine künftige Aufgabe. Mit der künftig sehr engen Zusammenarbeit mit allen Wirtschaftsbranchen sowie mit Wissenschaft, Bildung, Kultur und Sport wolle man einen größeren Wettbewerbsvorteil für das Land Tirol schaffen. „Tirol ist mehr als nur eine Marke, da steckt ganz viel Herz, Emotion und Leben dahinter.“ Mit der neuen Struktur könne man effizienter und wirksamer arbeiten und somit Tirol über all seine Stärkefelder noch stärker positionieren. Mit der neuen Struktur werde man schon ab 2019 schrittweise auch zu Synergien kommen. Von einem Personalabbau wollte Platter indes nicht sprechen.

Die Holding soll künftig Projekte für das Land vorantreiben. Welche das sein werden, will Margreiter dann im neuen Jahr ankündigen. Das größte Projekt sei vorerst ohnehin, den Betrieb in der neuen Struktur schlagkräftig zu organisieren. Das Budget der drei Tochtergesellschaften, die zusammen 150 Beschäftigte haben, betrage derzeit zusammen etwa 35 Mio. Euro. Davon kommen 15 bis 20 Mio. Euro vom Land und der Rest über verschiedene Kooperationen, etwa mit Tourismusverbänden oder Seilbahnen im Tourismus.

Ein Dach für die Marke Tirol sei strukturell gemeint, zumindest derzeit nicht auch räumlich. Die Holding und die Töchter bleiben bis auf Weiteres an ihren Standorten. Margreiters Vertrag wird für die neue Aufgabe umgestellt, der Verdienst solle laut Platter so bleiben. Die Nachfolge für den frei werdenden Chef-Posten bei der Tirol Werbung (die Ausschreibung startet in Kürze) soll noch heuer entschieden werden. (va)