Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 05.11.2018


Privatzimmervermietung

Hauser: „Zehn-Betten-Grenze muss fallen“

Hauser (FPÖ) fordert Verbesserungen und mehr Gehör für Privatzimmervermieter.

© OBlasserHauser (l.) und Schanzer (r.) wollen Privatvermietern mehr Gehör verschaffen.Foto: Oblasser



Innsbruck – Für den freiheitlichen Tourismussprecher und Nationalrat Gerald Hauser benötigt es unbedingt eine Änderung des Privatzimmervermietungsgesetzes. „Es ist notwendig, dass die Grenze von zehn Betten fällt und auf mindestens 15 angehoben wird.“ Außerdem müssten Frühstück, kleine Imbisse und der Ausschank von nichtalkoholischen bzw. alkoholischen Getränken an die Gäste möglich sein. Wie auch das tägliche Reinigen sowie die zeitgemäße Vermarktung und Bewerbung der Zimmer bzw. Ferienwohnungen im Rahmen des häuslichen Zu- und Nebenerwerbs. „Ich bin zuversichtlich und rechne damit, dass wir im Parlament Verbesserungen für die Privatvermieter weiterbringen“, betont Hauser. Schließlich ist die FPÖ jetzt ja auch Regierungspartei, doch innerhalb der ÖVP hält sich das Engagement für eine Gesetzesänderung seit Jahren in Grenzen.

Hauser bedauert insgesamt, dass die Privatzimmervermieter derzeit keine Lobby auf internationaler Ebene wie in Brüssel hätten. „Deshalb haben wir beschlossen, einen internationalen Privatvermieterverband zu gründen“, kündigt der FPÖ- Politiker an. „Den Interessen der Privatvermieter muss schließlich auf internationaler Ebene mehr Gehör und Gewicht verschafft werden.“

Die erste Initiative hat Hauser jetzt mit dem Obmann des Privatvermieterverbands, Thomas Schanzer, in Wien gesetzt. Privatvermieter-Vertreter aus Bayern, Südtirol und Ungarn hätten bei einem Treffen großes Interesse an einer besseren Vernetzung in der EU gezeigt. „Allein in Österreich gibt es rund 44.000 Privatunterkünfte, die jährlich 23,4 Millionen Übernachtungen verzeichnen“, erklärt Hauser. In Tirol steuerten die Privatvermieter ein Viertel zum Nächtigungsaufkommen bei. Man wolle eine starke Lobby für die Absicherung dieser touristischen Familienbetriebe und regional authentischen Unterkünfte in Europa schaffen. (pn)