Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.11.2018


Standort Tirol

Tirols 33 Landesunternehmen setzten 1,85 Mrd. Euro um

Die Investitionen der Unternehmen, an denen das Land beteiligt ist, haben sich im Vorjahr auf 670 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

© Die Tiwag, die Hypo Tirol Bank, die Tirol Kliniken und der Verkehrsverbund Tirol sind die größten 100-Prozent-Töchter des Landes.



Innsbruck – Das Land Tirol war im vergangenen Jahr an 33 Unternehmen mit jeweils mindestens 12,5 Prozent beteiligt. Der kumulierte Umsatz dieser Unternehmen stieg im Vergleich zu 2016 um rund 50 Mio. Euro auf 1,85 Mrd. Euro. Die Investitionen wurden kräftig erhöht, zeigt der Beteiligungsbericht 2018, der in der jüngsten Regierungssitzung behandelt wurde.

Während die Landesunternehmen im Jahr 2016 noch rund 300 Mio. Euro investierten, wurden die Investitionen im Vorjahr mehr als verdoppelt. „Die Tochterunternehmen des Landes leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung und stärken mit ihren Investitionen von zuletzt rund 670 Millionen Euro den Wirtschaftsstandort Tirol“, erklärte Wirtschaftslandesrätin und Beteiligungsreferentin Patrizia Zoller-Frischauf.

Neben den Investitionen in die Wirtschaft floss 2017 auch Geld von den Landesunternehmen in die Landeskasse. So überwies die Hypo Tirol Bank fünf Millionen Euro Dividende an das Land Tirol, 20,6 Millionen Euro kamen von der Tiwag. Einem allfälligen Verkauf von Landeseigentum erteilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zuletzt erneut eine klare Absage.

Insgesamt beschäftigen die Tiroler Landesunternehmen rund 13.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Die größten Unternehmen sind die Tirol Kliniken als Tirols größter Arbeitgeber mit rund 8400, die Tiwag mit 1452 und die Hypo Tirol mit 482 Beschäftigten. Die drei Unternehmen gehören auch mit unter anderem dem Verkehrsverbund Tirol und den Tiroler Sozialen Diensten zu den zehn 100-Prozent-Töchtern des Landes. Ebenfalls 100-Prozent-Tochter des Landes ist der 2016 gegründete Lebensraum 4.0. Die GmbH. wird, wie berichtet, in eine Holding umgewandelt, welche die Aktivitäten von Tirol Werbung, Agrarmarketing und Standortagentur lenken wird. Als Muttergesellschaft soll die Tirol Holding weitreichende Durchgriffsrechte in den Gesellschaften erhalten. Mit der Breitbandserviceagentur Tirol GmbH befindet sich aktuell eine weitere 100-Prozent-Tochter in der Gründungsphase.

Deutlich gestiegen ist in den vergangenen Jahren der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Landesunternehmen. Dieser hat sich laut dem Beteiligungsbericht seit 2008 auf 42 Prozent verdreifacht.

Die Zahl der Lehrlinge ist mit 150 zuletzt stabil geblieben. (ecke)